Also – ruhig Blut, auch wenn an Sonntagen der erste Bus von meiner Unterkunft zum Bahnhof erst um halb 10 fährt, was für die Beginnzeit meiner Ausflüge schon reichlich spät ist. Ruhig Blut, wenn die Anzeige an der Haltestelle „8 min“ anzeigt und aus diesen 8 Minuten letzten Endes 18 werden und ruhig Blut, wenn die Abfahrtszeiten der Züge und die Dauer der Fahrten überhaupt nicht mit denen überein stimmen, die meine Interrail-Zugauskunft zeigt – mehr brauchsch nimma!
So wurde dann aus meinem geplanten Ausflug nach Chester eine zweiteilige Zugfahrt nach Wolverhampton und weiter nach Crewe – eine halbe Stunde später dann auch schon wieder retour nach Milton Keynes. Aber wenn man gerne mit der Bahn fährt und zudem zeitlich nicht gebunden ist, dann stellt ein Interrail-Ticket ohne Zweifel die ideale Lösung dar – man kann fahren wann, wohin und mit welchem Zug man will.
Bis mir der Regen zu bunt wurde, bin ich halt in Wolverhampton ein wenig hin und her geschlendert. Ich war noch nie dort, irgendwie hat mir diese Stadt (übrigens schon wieder eine ähnlich Einwohnerzahl wie Milton Keynes) aber vom ersten Moment an einen recht guten Eindruck gemacht: Viel Fußgängerzone, nicht alles Alte wurde abgerissen und dann noch einen Busbahnhof, wie ich ihn so noch nie gesehen habe: Hufeisenförmig angeordnet, mit unzähligen Ein- und Aussteigestellen, wobei die Türen immer erst dann aufgehen, wenn der Bus davor stehen bleibt.



Crewe, im Normalfall ca. 35 Minuten nördlich von Wolverhampton (heute 60), war für mich mehr oder weniger ein „Umkehrplatz“, allerdings ein riesiger. Da von hier die Züge in 6 verschiedene Richtungen fahren, hat der Bahnhof entsprechende Dimensionen.

Am Rückweg durfte ich dann ein längeres Gespräch mit dem Kellner des Restaurantwagens führen, der mir viele wertvolle Tips für weitere Besichtigungs-touren gegeben und mir sogar einen Blick in seine „Küche“ ermöglicht hat.

Nun, besonders Aufregendes war’s nix heute, das wird sich vielleicht ab morgen ändern, wenn ich einige Tage in Blackpool verbringen und von dort ein paar Ausflüge unternehmen werde. Blackpool im NW des Landes an der Irischen See gelegen, gilt übrigens als eine der Geburtsstätten des Massentourismus.
Ob die Züge morgen allerdings so fahren werden, wie der Fahrplan meint, bleibt dahingestellt, denn den morgigen Tag lieben die Engländer: Es ist „Bank Holiday Monday“ und da ist alles anders – zur Feier der Charly-Krönung gibt’s das gleiche übrigens nächsten Montag schon wieder …
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