Zwei verschiedene train-companies haben mich in etwas mehr als 3 Stunden mit einem Umstieg in Manchester nach BLACKPOOL gebracht. Diese Stadt (150.000 Einw.) hat mich mit Regen empfangen, auch der Wetterbericht war alles andere als verheißungsvoll.
Aber, man glaubt es kaum: Kaum hatte ich mein Quartier um ca. 14.00 Uhr verlassen, blinzelte die Sonne heraus und innerhalb kürzester Zeit war es beinahe wolkenlos – ob das vielleicht ein bisschen an mir liegt??? Jedenfalls brachten mich mehr als 18.000 Schritte innerhalb von 5 Stunden an die wichtigsten, komischten, schönsten und schiachsten Stellen von Blackpool. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung, das sind meine ganz persönlichen Eindrücke und sonst nix.
Warum nun diese Überschrift? Obwohl heute Bank Holiday Monday (erzähl ich euch ein anderes Mal, woher der Begriff kommt … immer diese Versprechungen!) ist, war überraschenderweise nicht viel los aber das war sicherlich dem grauslichen Wetter geschuldet, welches bis in den Nachmittag hinein den Menschen die Auto- oder Bahnfahrt nach BP wohl vermieste. Ja, ich konnte mich „frei“ bewegen, brauchte beim Lift auf den Blackpool Tower nicht anstehen und habe es genossen, in der Sonne herum zu schlendern. Möchte aber nicht wissen, wie es da in der Hochsaison zugeht, denn BP hat nach London die zweitmeisten Besucher pro Jahr! Davon zeugen hunderte und aberhunderte Hotels, Restaurants, Spielhöllen, Rummelplätze usw.
Aber: BP ist in die Jahre gekommen. Viele der Hotels an der Strandpromenade schauen ziemlich verlottert aus, einige haben für immer geschlossen (warum das auf engl. „closed for good“ heißt, entzieht sich meiner Kenntnis) und unzählige Gebäude geben Zeugnis von einer lange vergangenen Zeit. Einer Zeit der Blüte in den 60-er und 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts – aber seit damals ist vielfach halt nichts mehr geschehen. Trotzdem gehört es für viele englische Familien dazu, einmal in Blackpool gewesen zu sein.
Die Stadtverwaltung bemüht sich zwar, ein etwas moderneres, ansprechenderes Bild zu vermitteln – die Hotelbesitzer tun da offensichtlich nicht mit, denn nur ganz vereinzelt sind Renovierungsarbeiten wahrzunehmen.
Ein paar interessante Fakten zum Wahrzeichen von BP, dem Blackpool Tower: Wurde Ende des 19. Jhds. eröffnet und ist 160 m hoch; gehört der „Merlin“-Gruppe, die u. a. auch Madame Tussaud´s in London betreibt; einmal den gesamten Turm zu streichen bedarf einer Arbeitszeit von 6 Jahren.
Weitere Fakten zu Blackpool: Aus dem ganzen Land werden Leute mit Bussen zu den „Blackpool Illuminations“ gekarrt. Auf einer Strecke von 10 km sind diese Lichtanimationen mit über 1 Mio. (!!!) Lampen jedes Jahr ab September 66 Tage lang zu bewundern. 22 Wochen werden benötigt, um alles aufzubauen, weitere 14 Wochen, um das Zeugs wieder abzubauen.
Die größte der Achterbahnen (erbaut 1994) war damals die höchste und die schnellste weltweit.
Die 1865 in Betrieb genommene elektr. Straßenbahn war die erste, die es damals irgendwo auf der Welt gegeben hat.
Mit den Fotos lasse ich euch heute alleine, ich habe nur einige wenige von insgesamt über 200 ausgewählt um euch einen kleinen Eindruck von dieser Stadt zu vermitteln, von der ich nicht so genau weiß, ob ich sie mögen soll, oder nicht … (ich glaube aber eher SCHON).













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