… aber damit keine falschen Gerüchte aufkommen: Habe während des ganzen Tages nicht ein einziges davon getrunken! Und außerdem gilt die Unschuldsvermutung!
Eigentlich hätte ich im Hinterkopf gehabt, irgendwo hin an die Westküste zu fahren, aber wieder einmal war der Wetterbericht sehr durchwachsen, was mich dazu bewegte, Züge in die Gegenrichtung, nämlich nach NEWCASTLE zu besteigen.



NEWCASTLE hat eine bekannte Fußballmannschaft und ursprünglich kommt meine Überschrift von da her. Schlecht wirds ja nicht sein, immerhin werden alleine in Großbritannien pro Jahr 100 Mio. Flaschen dieses karamelfarbigen Getränks vernichtet. Dass in der Zeit der Globalisierung die Produktion z. T. nach Holland verlagert wurde – daran muss man beim Trinken ja nicht unbedingt denken.
Brauereibesichtigung? – Falsch gedacht, denn dazu müsste man in das 140 km entfernte Tadcaster fahren, wo das Newcastle Brown Ale noch produziert und abgefüllt wird.
NEWCASTLE (immerhin mit über 300.000 Einwohnern die nödlichste Großstadt Englands) liegt ja ca. 20 km vom Meer entfernt. Der Fluss Tyne schlängelt sich gemächlich in Richtung Nordsee und deshalb sind Ebbe und Flut auch in der Stadt noch gut erkennbar. Es gibt viele, z. T. recht hohe Brücken, welche die beiden Ufer des Flusses verbinden – von ganz alt bis relativ neu.
Bei der alten Brücke (1850), die von Bussen und Zügen immer noch befahren wird (und das, obwohl überall das Gefahrenzeichen „WEAK BRIDGE“ steht) kann man die von mir gerne zitierte Ingenieurskunst unserer Vorfahren wieder einmal hautnah erleben.


Die weiß-rote ist eine sog. „swing-bridge“, die um 90 Grad gedreht werden kann, um große Schiffe passieren zu lassen. Die blaue ist immerhin auch schon 100 Jahre alt, die weiße (nur für Fußgänger und Radfahrer – ganz im Hintergrund zu sehen) wurde als „Millenniums Bridge“ im Jahr 2001 in Betrieb genommen.


Nun, was noch in Newcastle? – Die üblichen „Verdächtigen“ halt: Schloss und Kathedrale, Kathedrale und Schloss. Ich hab sowieso langsam das Gefühl, dass eine Seligsprechung bei lebendigem Leibe nicht mehr ewig lange entfernt sein kann. Die Bischöfin von London (siehe Bericht vom Sonntag) hätte mir ja sowieso einen „vollkommenen Ablass“ angeboten, hat dann allerdings ein wenig verduzt dreingeschaut, wie ich ihr gesagt habe, dass ich ja keine Sünden hätte …


Abschließend noch ein paar Eindrücke von der Rückfahrt in Richtung Carlisle – die Landschaft und die dazugehörigen Wolkenformationen waren einfach faszinierend.


Ab morgen, liebe im Geiste Mitfahrende, gehts dann noch ein paar Tage nach Schottland, bevor ich am 18. Mai dieses Land verlassen und mich in wärmere Gefilde (Spanien/Portugal) begeben werde.
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