CARLISLE-GLASGOW und dann: Ruhetag!

Also heute habe ich ihn dann wirklich gemacht – den Ruhetag. Wobei Ruhetag nicht heißt „den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen“.

In der Früh hieß es zunächst einmal einen Abstecher zur Putzerei zu machen um frisch gewaschenes Zeugs abzuholen. Wenn man so lange unterwegs ist, muss auch dieses „Kapitel“ gut geplant sein.

Dass nur einige Minuten von der Putzerei entfernt die Kathedrale von Carlisle steht, mag Zufall sein – jedenfalls hat sie mich magisch angezogen. Und WAS für ein Bauwerk das ist! Steht seit 900 Jahren an diesem Platz und ist sowohl von außen als auch von innen äußerst sehenswert.

Äußerst hilfreich: In vielen englischen Kirchen steht irgendwo auf einem Gestell ein Spiegel um die Decke zu besichtigen. Das erspart diverse schmerzhafte Kopf-Verdrehungen mit anschließend eventuell auftretendem Hexenschuss.

Auch interessant: Man geht mit der Zeit. Opferstöcke sind gestern (und können ja geplündert werden) – heutzutage gibt man seine Spenden per Handy oder Kreditkarte – da merkt man nix und weg ist das Geld …

Eher merkwürdig ist auch die Zitdelle in der Nähe des Bahnhofs – früher einmal gedacht als Eingangstor in die Stadt steht sie nun links und rechts einer vielbefahrenen Straße und hat sicherlich schon interessantere Dinge erlebt als das Vorbeizischen von 1000en Autos pro Tag.

Ja, dann war es endlich Zeit für den ten-fortyeight train nach Glasgow. Hatte wieder einmal Glück, die beiden nächsten Züge nach G. waren nämlich gecancelled worden – habe ich aber erst am Bahnhof erfahren.

Nur eineinviertel Stunden dauert die rasante Fahrt ohne Zwischenstopps auf dieser ca. 160 km langen Strecke. — Ich habe auf meiner Fahrt kreuz und quer durch Großbritannien schon viele Bahnhöfe gesehen, der von Glasgow Central übertrifft aber alles Bisherige – Fotos demnächst!

Man muss halt Kompromisse eingehen. Die Unterkünfte in Glasgow sind beinahe unerschwinglich, es sei denn, man gibt sich mit ganz einfachen Beherbergungsbetrieben zufrieden, wobei man halt z. T. schon gute Nerven braucht. So bin ich in einem Außenbezirk untergebracht: Von der Central Station 15 weitere Minuten Zugfahrt, dann (weil es da keine Busse mehr gibt) noch eine 5-km-Taxifahrt. Aber kein Grund zum Klagen. Ein bisschen Logistik braucht es halt: Morgen in der Früh Fahrt mit dem Taxi zum Mini-Bahnhof Bellshill, dann Zug zur Central Station, von dort mit dem Bus zum Bahnhof Queen Street und dann – endlich – mit dem Zug in die Highlands.

Nachtrag zu meinem Bericht über AMERSHAM vom 9. Mai: Ich möche euch nicht vorenthalten, dass es da (zumindest what they say) das kleinste Haus Englands geben soll, mit einem Raum im Parterre und einem weiteren im 1. Stock.

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