NACHTRAG: A. D. aus T. war der/die erste, der/die die richtige Antwort ausgerechnet hat: Ein Bier hat tatsächlich einen Euro gekostet. Die Ansichtskarte ist bereits gekauft und wird in den kommenden Tagen abgeschickt. – Gratuliere A.!
Also, der gestrige Tag (Samstag) war irgendwie zum Vergessen. Zuerst zwei Stunden von Huelva bis Cordoba, der größere Teil der Strecke tatigg-tadagg.

Die eine Stunde Aufenthalt kam mir sehr gelegen, da sich kein Frühstück ausgegangen war – eine heiße Schokolade und ein Gebäck waren grad richtig.
Daran anschließend nicht einmal eine Stunde von Cordoba mit dem „Enten“-Highspeed-Zug nach Antequera – so schnell, dass sich während der Fahrt kaum Fotos ausgegagen sind. 290 km/h sind ganz schön fetzig! Was noch dazu kommt: Man merkt nichts, rein gar nichts – weder Lärm, noch irgendwelche Bewegungen – mucksmäuschenstill.



Antequera deshalb, weil ich mir die Weiterfahrt nach Algeciras (ganz in der Nähe von Gibraltar) eingebildet hatte. Dass der Bahnhof allerdings 10 Kilometer außerhalb der Stadt liegt, das war mir nicht so recht bewusst. Da stand ich dann, alleine auf weiter Flur, alleine und sonst niemand.
Der Bahnhof, der Koffer und i …. super!



Das ginge ja noch, aber VIER Stunden lang, bis der Anschlusszug kommt, das grenzt an Folter. Nun ja, mit dem Koffer ein bisschen herumspaziert, mehrmals das Gepäck durch den Scanner geschickt (immer beim Hineingehen in den Bahnhof), das ist bei allen Hochgeschwindigkeitszüge-Haltestellen so. Wahnsinnig wichtig ist, dass im und vor dem Bahnhof künstlerisch gestaltete Sachen herumstehen bzw. -hängen — WER, außer mir schaut das jemals an??




Jedenfalls – abgesehen von einigen High-Speed-Trains fahren ganz, ganz wenige „Personenzüge“ hier weg, der meine hatte natürlich wieder 35 Minuten Verspätung (bei der Ankunft in Algeciras eine Stunde). Das erinnert mich verdammt nochmal an meine Interrail-Reise vor genau 50 Jahren. Mein Kollege und ich befuhren die selbe Linie und damals blieb der Zug mehrmals auf offener Strecke stehen. 10 Minuten, dann eine halbe Stunde, dann wieder 20 Minuten usw. Nur gab es damals noch keine Klimaanlage in den Zügen, dafür aber auf jedem Fuzzi-Bahnhof Leute, die kühles Wasser verkauften. So, bin wieder einmal ein bisschen abgeschweift – – – von Antequera bis Algeciras, das war wieder eine äußerst interessante Fahrt.
Zuerst jedoch hat es noch fürchterlich angefangen zu schütten, so stark, dass das Flugdach am Bahnhof bald einmal undicht wurde. Der erste Teil der Fahrt war von Regen und Gewitter begleitet, kaum hatten wir die Berge (Hügel) hinter uns gelassen: Blauer Himmel.

O. K., zur Fahrt: Kurven, wie man sie sich bei uns nie vorstellen kann, ganz ordentliche Hügel, z. T. sogar Berge, tiefe Schluchten, ausgetrocknete Flussbette – landschaftlich unheimlich interessant. Wenn man jedoch ein bisschen genau schaut, wie eng diese Kurven sind, wundert es nicht, dass der Zug manchesmal nur etwas schneller als Schrittgeschwindigkeit fährt …










So, das waren jetzt ziemlich viele Eindrücke von der letzten Bahnfahrt dieses Tages, aber – wie bereits erwähnt – landschaftlich gesehen war sie eine der schönsten. Und außerdem gibt es von diesem Tag nix Besonderes mehr zu berichten!

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