S’manca-Zaragoza? Z’goza-Salamanca?

…. ich bin mir seit heute nicht mehr so sicher, welcher Stadt ich den Vorzug geben soll. Salamanca mit dem wunderschönen Plaza Mayor oder doch Zaragoza mit dem nicht weniger schönen Plaza del Pilar. Wahrscheinlich aber doch Ersterer, weil in S. haben die Stadtväter eine Verschandelung mit „moderner Kunst“ bisher glücklicherweise vereitelt, in Z. hat man anscheinend versucht, den Platz mit Gewalt zu verunstalten. — Bitte versteht mich nicht falsch, aber ist es nicht ein Wahnsinn, wenn man historisch gewachsene Bausubstanz durch derartige neumoderne Dinger verdeckt, verschandelt und in den Hintergrund rückt? Kein temporäre Ausstellung, nein, sondern irdendwelches „Glumpez“, welches die Gesamtheit dieses Platzes meiner bescheidenen Meinung nach sehr beeinträchtigt.

Dazu aber noch später. – Diejenigen von euch, die meinen Reiseblog regelmäßig mitverfolgt haben, werden in der Zwischenzeit herausgefunden haben, wofür ich mich ganz besonders interessiere:

a) Bahnhöfe, und da bes. die alten

b) Märkte und Markthallen

c) Schlösser und Ruinen

d) Kirchen, Klöster und andere sakrale Bauten

Die Punkte b) und d) sind auch heute wieder vertreten („d“ sehr intensiv) aber ich kann halt auch nichts dafür, dass in den historischen Stadtkernen Spaniens derart viele Sakralbauten herumstehen …

Zuerst aber noch zur Markthalle (ein erstes Foto habe ich gestern schon gepostet). Der architektonisch interessante Bau aus dem Jahre 1903 erinnert mich eher an einen Bahnhof von früher. Im Inneren jedoch herrscht reges Treiben, auch um 14:00 Uhr nachmittags noch.

Alles für das Auge super hergerichtet, Obst und Gemüse viel billiger als bei uns – aber auch das Fleisch. – Wer empfindlich ist, sollte die nächsten Fotos vielleicht überspringen …

Der weiter oben schon erwähnte Plaza del Pilar – benannt nach der Kathedrale – ist einer der größten Plätze Spaniens ohne Autoverkehr. Eine Längsseite ist mit jeder Menge historischer Bauten gesäumt, die gegenüberliegende Seite ist mit Cafes und Restaurants gespickt.

An der „historischen“ Seite nimmt die Kathedrale „Nuestra Senhora del Pilar“ einen bedeutenden Platz ein. Das Innere beeindruckt durch die schiere Größe und u. a. auch durch eine besondere Kuppel, die mehrere Öffnungen aufweist.

Das wahre Ausmaß dieses Prachtbaus erschließt sich jedoch erst, wenn man über die altehrwürdige Ebro-Brücke geht und die Sache vom anderen Flußufer aus bewundert:

Aber auch abgesehen von dieser Kathedrale und dem Platz hat Zaragoza so einiges zu bieten:

Noch kurz zu den öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Straßenbahnen sind überpünktlich, denn sie fahren großteils auf einem eigenen Gleiskörper, was das Vorankommen ohne Zweifel sehr positiv beeinflusst. Es gibt viele Busspuren und Radwege, getrennt vom „normalen“ Verkehr. Seit heuer sind viele Elektrobusse unterwegs – fast kein Lärm und besonders gute Beschleunigung. Und – last, but not least – ein Ticket kostet € 1,50.- egal, ob man eine Haltestelle weit oder aber 20 fährt – ein sehr kundenfreundlicher Tarif. — Ich weiß, natürlich geschieht auch bei uns in Bezug auf öff. Verkehr viel, im Ausland fällt es halt vielleicht mehr auf.

Morgen, Sonntag in der Früh geht es per Hochgeschwindigkeitszug weiter in Richtung Nordosten, nach GIRONA. Die zwei Tage, die ich dort verbringen werde, werden die beiden letzten meines Aufenthalts auf der Iberischen Halbinsel sein – am Dienstag vormittags gehts ab nach Frankreich, nach einer letzten Übernachtung in Grenoble werde ich – wenn alles passt – am Mittwoch nachmittags in Silz eintreffen (Schützen, Musikkapelle, Kameradschaftsbund usw. schätze ich sehr, sind jedoch nicht unbedingt notwendig!).

2 Antworten zu „S’manca-Zaragoza? Z’goza-Salamanca?”.

  1. Avatar von Josef Tabernig
    Josef Tabernig

    Meiner bescheidenen Meinung nach, kann ich deine Expertisen nur voll nachvollziehen und unterstützen. Weiter soooo!!! Estupendo!! Saludos

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    1. danke – fürchterlich ■

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