4 Städte, 4 Landesteile, 4 Kulturen und 4 Mal Faszination! Mir kommt es so vor, als würde ich immer noch mehr versuchen wollen, alles, was mir besonders auffällt, bildlich festzuhalten. Auch wenn ich vorgestern etwas von „der Luft“ geschrieben habe, es scheint, als wolle ich gegen Ende noch alles, was nur irgendwie möglich ist, anschauen und mit dem Handy für mich, meine Familie aber natürlich auch für euch festhalten.
Vielleicht liegt es aber auch an der Einzigartigkeit, der Schönheit und am „fremd sein“, was mich so sehr fasziniert … jedenfalls waren (nach 3 Stunden Regenwetter) die 5 Stunden, die ich in der Stadt GIRONA verbracht habe, wieder einmal eine Fundgrube für jemanden, der viel Neues sehen will und zudem gerne fotografiert. — Mit etwas über 100.000 Einwohnern ist G. jedoch „nur“ die 10.-größte Stadt Kataloniens. – Und da wären wir auch schon bei der Unabhängigkeitsbewegung, die in dieser Provinz sehr stark ausgeprägt ist und (vor nicht allzu langer Zeit) auch schon zu bürgerkriegsänlichen Zusammenstößen geführt hat. Viele Katalanen zeigen ihre Einstellung auch ganz offensichtlich:



In Girona gab es heute vormittags eine Prozession. Auf dem Prozessionsweg wurden mit Blättern, Sägemehl, Blüten und sonstigen Naturprodukten riesige Bilder gestaltet:




Die Kathedrale selbst war nachmittags leider geschlossen (Siesta – eh scho wissn!) gibt aber auch von außen ein phänomenale Bild ab.


Aber keine Angst – wer mich kennt, weiß, dass ich gleich nebenan eine andere Kirche gefunden habe, die glücklicherweise geöffnet war – die Basilika de Sant Feliu. Zum Teil beeindruckend, z. T. kitschig, auf alle Fälle aber einen Besuch wert!




Aber damit nicht genug – am Heimweg durfte ich noch einen Teil der Hl. Messe in einer Kirche miterleben, die im Spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939) fast vollends zerstört worden war, dann aber wieder aufgebaut wurde. – Man beachte: Beim Volksgesang wird am Bildschirm der Text eingeblendet (sozusagen ein sakrales ‚Karaoke‘) und: auch eine eher neuzeitliche Fensterrose kann sehr wohl ansprechend ausschauen. – Nicht zu vergessen: Die Hl. Mutter Gottes, zu der in vielen spanischen Kirchen eine Stiege hinaufführt, um dort oben die Statue küssen oder zumindest berühren zu dürfen. Habe früher schon erlebt, dass es eine ewig lange Schlange gibt, um das zu tun aber -wie bereits einmal erwähnt – Gottesgläubig und Muttergottesgläubig sind die Spanier z. T. auch heutzutage noch …




Nachtragen muss ich, dass vorher natürlich noch ein Tapas-Abendessen am Programm stand – heute „batatas bravas“ auf Girona-Art und frittierte Hühnerstreifen mit Honig-Senf-Sauce. Konsumiert in zwei verschiedenen Lokalen (Kosten: € 9,90.-), geschmeckt hats ausgezeichnet! – Ich habe überhaupt das komische Gefühl, dass die Spanier:innen nur fr…. und sa…. – entschuldigt bitte, aber die diversen Lokale sind um 11:00 Uhr vormittags voll, um 22:00 Uhr abend genauso.



Anschließend noch ein paar Ansichten, die mir besonders ins Auge gestochen sind:








Ich weiß, in Österreich (Griechenland, Irland, England, Albanien, den USA usw.) Fotos anzuschauen oder aber all dies live zu erleben sind zwei Paar Schuhe. Trotzdem hoffe ich, dass ich hiermit zum vorletzten Mal Eindrücke vermitteln und teilen konnte, die euch mit dem Land, den Leuten und der Kultur ein wenig vertraut machen sollten — ein vorletztes Mal: DANKE FÜR EUER INTERESSE!

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