… denn morgen heißts schon wieder: Lokalwechsel bzw. Orts-wechsel. Diese 3 Tage in Sheffield und Umgebung haben mich wieder tief in die englische Mentalität, die englische Lebensweise – einfach das typisch Englische eintauchen lassen. Ich fühle mich schon fast wieder „wie zu Hause“. Der morgige Reisetag schadet ja auch nicht, nachdem ich an diesen 3 Tagen jeweils von ca. halb 8 weg ungefähr 8 bis 12 Stunden ununterbrochen auf Achse war. Irgendwie spüre ich doch eine gewisse Müdigkeit oder das Alter, oder gar beides … Hilfe!!!
Ein kleiner Einschub: Ich habe euch gestern einen Link zu einer Webcam in Norwegen mitgegeben – anscheinend funktioniert der nicht – sorry! Deshalb hier noch einmal ein Link, dieses Mal über die Skyline-Webcams:
https://www.skylinewebcams.com/de/webcam/norge/western-norway/ulvik/finse.html
Heute machte ich mich auf nach KNARESBOROUGH (ja wirklich, es gibt auch englische Wörter, die mit einem „K“ beginnen). Ein kleiner, aber feiner Bahnhof, an dem der Signalwärter immer noch die Fahrt mit diesen altertümlichen Geräten freigibt. Vom oberen Ortsteil genießt man einen wunderbarer Ausblick auf den Eisenbahnviadukt und den unteren Teil.



Wenn schon keine Kathedrale, so gibt es in K. wenigstens ein Schloss, in keiner Weise zu vergleichen mit dem gestrigen in Conwy (lustigerweise haben beide Städtchen gleich viele Einwohner, nämlich 14.000). Es ist zwar fast gleich alt (900 Jahre) allerdings stehen nur mehr einige wenige Teile aber auch die sind interessant, angeschaut zu werden.



Wenn ich so mit offenen Augen durch die Gegend spaziere, fallen mir halt immer wieder Dinge auf, von denen ich mir einbilde, dass ich sie euch zeigen möchte:





Übrigens: Es ist ja fast eine Schande: Die ersten fish & chips erst am 4. Tag – dafür waren sie aber umso besser!

Über mein zweites Ziel am heutigen Tag würde ich besser Stillschweigen bewahren, aber was solls? THIRSK habe ich als besonders schönes Dorf irgendwann, irgendwo beschrieben ge-sehen. Muss ich natürlich hin! Eine Dreiviertelstunde von K. entfernt habe ich mir am Bahnhof schon gedacht, dass da etwas nicht stimmen kann: Weit und breit nix, niente, nada – ganz einfach: NOTHING. Dann erfahre ich, dass das Dorf zu Fuß eine halbe Stunde entfernt ist, mit dem Bus ginge es wesentlich schneller, der fährt aber nur 3 x am Tag. Also hat mir der Herr am Ticketschalter (ja, die gibts dort wirklich – sowohl den T. als auch den H.!) leicht grinsend den freundlichen Hinweis gegeben, ich möge doch ins einzige nahegelegene Gebäude gehen, aber das sei halt ein Pub. In einer Stunde würde sowieso ein Zug wieder retour fahren. Ich habe ihm zähneknirschend gefolgt … Die Moral von der Geschicht: Man sollte im Vorhinein besser recherchieren und nicht nur denken „das will ich sehen“ und „dort möchte ich auch hin“.
Zurück im Bahnhof von Sheffield traue ich meinen Augen kaum: Da stehen doch auf jedem Bahnsteig (und das sind immerhin 11) jede Menge Polizisten. Des Rätsels Lösung ließ nicht lange auf sich warten: Sheffield United spielte heute in der Premier League gegen Nottingham Forest und —- verlor 1 : 3! Die Anhänger von Nottingham waren ob ihres Sieges eh halbwegs gesittet und wurden von hunderten Polizisten zum Bahnhof geleitet. Einer hat gemeint, ich solle doch aus Sicherheitsgründen einen kleinen Umweg nehmen. Den habe ich zwar angefangen, bin dann aber wieder abgebogen, ich muss ja unbedingt LIVE dabei sein. Es ist schon faszinierend, aber zugleich auch erschreckend, was notwendig ist, damit Fußballanhänger nicht alles kurz und klein schlagen. Vor den Pubs in der näheren Umgebung des Bahnhofs waren jede Menge Sicherheitskräfte stationiert, z. T. sogar die Berittenen.





Ich bin wieder einmal unbeschadet davongekommen und somit zu einer etwas anderen Sportart: Schon vor ein paar Tagen habe ich euch erzählt, dass derzeit in Sheffield die Snooker-Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Morgen findet das Finale statt und einer der Finalisten ist Kyren Wilson – das wäre dann der da:

Gute Nacht!

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