O dia seguinte – der Tag danach

Zu allererst ein Rückblick auf gestern abends: Im Hotel gab es zu später Stunde eine Art Notbetrieb, sodass ich mich um 22:00 Uhr entschied, doch eine Kleinigkeit zu essen. Der Kellner teilte mir mit, dass ich erst um 23:00 Uhr kommen könnte, was ich im Anbetracht der Umstände natürlich akzeptierte und es mir auf einem Barhocker gemütlich machte. Die meisten Gäste respektierten das ebenso. Eine kleine Minderheit allerdings führte sich dermaßen beschämend auf, beharrte auf sofortige Platzzuweisung und beschwerte sich z. T. lautstark. – Ich wünschte all diesen Ignoranten ein paar Tage im ukrainischen Kriegsgebiet verbringen zu müssen. Vielleicht würde der/die eine oder andere solche – letzten Endes belanglose – Situationen anders bewältigen …

So – nun habe ich mir das auch von der Seele geschrieben.

Gleich vorweg ein Foto zum besseren Verständnis der heutigen Wettersituation:

Das war in den 6 Stunden, die ich unterwegs war das einzige Sonnenloch, das mir zumindest zwei oder drei Minuten Sonnenschein vergönnt hat! – Aber, mein angeschmortes Haupt ist zu Dank verpflichtet!

Nach dem Frühstück Abmarsch zum Bahnhof. Ich wollte wissen, ob es möglich sei, einen Abstecher in ein ca. 50 km entferntes Dorf zu machen. – WAR ES NICHT! Kein Problem, dann würde ich halt zum 3. Mal die Altstadt von Evora durchkämmen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe es nicht bereut, denn ich machte immer noch viele Winkel ausfindig, die ich in den vergangenen beiden Tagen noch nicht ausgekundschaftet hatte. So zum Beispiel den Aquädukt. Dieses beeindruckende Bauwerk „liefert“ Wasser aus 18 km Entfernung in die Stadt.

Kaum zu glauben, dass man so etwas im 16. Jhdt. innerhalb von nur 5 Jahren errichtet hat. Die Bögen sind bis zu 26 m hoch und innerhalb de Stadtmauern mit Häusern, Geschäften usw. „ausgefüllt“.

Sehr viele der paar Hundert Gassen und Gässchen der Altstadt habe ich in den vergangenen 3 Tagen abgeklappert. Hier nochmals ein paar Eindrücke – kein Wunder, dass die gesamte Altstadt zum Weltkulturerbe gekürt wurde …

Dann noch einmal eine Szene, so wie ich sie heute zum x-ten Male miterlebt habe: Bei den Autos muss man z. T. sogar die Rückspiegel einklappen um halbwegs unbeschadet weiter zu kommen – da würde es dann mit einem Mini-Lieferwagen leichter gehen …

Und abschließend wieder einmal die Verwunderung, wie günstig hierzulande das Leben ist (aus UNSERER Sicht, natürlich):

Eine Riesenportion Lende mit Reis und Pommes Frites, dazu 0,5 l Wasser um ganze € 7,85,- … und super geschmeckt hats auch noch!

Ab morgen gehts wieder in Richtung Nordportugal. Der Fahrdienstleiter in Evora hat mir heute zwar eine Sitzplatzreservierung bis Lissabon verkauft, ob der Zug aber WIRKLICH fährt, das hat er mit einem freundlichen Schulterzucken quittiert.

Stay trotzdem tuned! …

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