Nun, nach (leider nur) 10 Tagen hieß es heute Abschied nehmen vom Land am Atlantik. Aber fast wärs eh nicht so weit gekommen …
Ich hatte nämlich in Barcelos eine falsche Abfahrtszeit im Kopf- hundert %-ig sicher! Durch Zufall kam mein Taxi früher, sodass ich gleich den nächstbesten Zug zum Anschlusszug nehmen konnte. Dann der Schock! Ich realisierte, dass ich lediglich 3 Minuten zum Umsteigen zur Verfügung habe. Bludruck 120 zu 250. Zum guten Glück kam alsbald der Schaffner daher, der auch noch recht gut Englisch sprach. Ich erklärte ihm mein Dilemma und er fing sofort an zu telefonieren. Nach wenigen Minuten erklärte er mir ganz freundlich, dass er den Umsteigebahnhof informiert hat, der Anschlusszug würde auf mich warten. – Also das nenne ich wirklich Kundenfreundlichkeit. – Der Vollständigkeit halber: Hätte ich diesen Zug versäumt, wäre der nächste erst um 19:00 Uhr abends gefahren.




Dass ich die vergangenen 10 Tage hauptsächlich in Städten verbracht habe, liegt natürlich auch darin begründet, dass das Eisenbahnnetz nicht übermäßig gut ausgebaut ist. Stellte aber für mich kein Problem dar, konnte ich doch mehrere Stadtkerne genauer erforschen und durfte an besonderen Feierlichkeiten teilnehmen, die mir viel über die Kultur dieses Landes vermittelten.
Eines ist mir wieder ganz klar vor Augen geführt worden: Wenn man nicht zumindest minimale Grundkenntnisse der jeweiligen Sprache hat, tut man sich schwer, ein wenig hinter die Kulissen zu blicken. Englisch ist auf de Iberischen Halbinsel nicht gerade weit verbreitet (außer in Tourismusregionen) und so erfuhr ich wohl viele für mich neue Dinge, erfahren hätte ich gerne aber noch viel, viel mehr.
Auch wenn das Wetter zeitweise nicht gut mitgespielt hat, ich habe diese Tage sehr genossen – Wiederkehr wahrscheinlich, auch wenn mein Herz doch eher für das größere der beiden iberischen Länder schlägt …
Noch ein Blick in die (ungewisse) Zukunft: Vom französischen Bahnstreik habe ich trotz mehrerer Telefonate nichts Neues erfahren. Morgen werde ich in aller Früh von Madrid-Chamartin nach MIRANDA DE EBRO fahren, dort übernachten und dann am Dienstag weiter nach IRUN. Sollen es die Verhältnisse zulassen ,führt eine Art Stadtbahn zum französischen Bahnhof HENDAYE. Was dort dann weiter passiert — ich weiß es nicht, werde euch aber irgendwie schon berichten, was Sache ist.
Stay tuned!
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