Heute nichts Besonderes – oder doch?

So ganz besonders reißerische Sachen sind heute nicht dabei, das werde ich morgen gleich wieder an den Zugriffszahlen merken …

Angefangen hat der Tag damit, dass ich mich ausnahmsweise einmal nicht am Frühstücksbuffet im Hotel bedient, sondern in einem Pub gefrühstückt habe – auch nicht schlecht, mehr als genug und halb so teuer …

Nach zwei vergeblichen Versuchen wollte ich heute unbedingt den Turm der Worcester Cathedral besteigen. Umgerechnet schlappe 10 Euro verlangen sie für die 235 Stufen. Schon auf der Homepage versuchen die einem Angst einzujagen, denn es wird explizit darauf hingewiesen, dass die Wendeltreppe – je weiter man nach oben kommt – immer schmäler wird (was auch stimmt). Auch Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen dürfen nicht hinauf (hätte ich sollen meine 4 Stents unten deponieren??). Wie auch immer, mit einem Schweizer Ehepaar war ich beim „Tower on the hour“ um exakt 11:00 Uhr dabei. Voran eine junge Dame, die mehr geschnauft hat, als ich – und das, obwohl ich 50 Jahre älter bin. Hintennach ein weiterer Angestellter, der als Letzter immer die Türen zusperrte, sobald der Mini-Trupp einen Abschnitt passiert hatte. — Oben angekommen, bot sich bei stürmischen Winden ein super Ausblick auf Worcester und die Umgebung:

Vor bzw. nach der Turmbesteigung gab sich Gelegenheit, die Kathedrale selbst ein wenig zu erforschen – ein Bauwerk, das schon 1084 begonnen, aber erst im 16. Jhdt. fertiggestellt wurde.

Danach: Ab zum Bahnhof und weiter gings ins 12 km entfernte GREAT MALVERN. Erstens, weil die einen ganz schönen winzigen Bahnhof haben …

… und zweitens, weil es halt so ein liebes Marktstädtchen, gelegen am Fuße einer Hügelkette – sogar mit Kathedrale – ist:

In diesem Gotteshaus hat interessanterweise noch nicht die elektronische Spendensammlung Einzug gehalten, dafür haben sie sich gedacht: Bei 6 Einwurfschlitzen wird wohl zumindest einer davon „gefüttert“ …

Und weil der Tag noch nicht zu Ende war, beschloss ich, auch noch die ungefähr 30 km bis zur nahe der walisischen Grenze gelegene Stadt HEREFORD in Angriff zu nehmen.

Recht nett, aber nichts Herausragendes – wenn man Hereford nicht gesehen hat, hat man nichts versäumt (außer vielleicht die obligatorische Kathedrale).

Vielleicht doch etwas? – Eine katholische Kirche, die SO ausschaut, das ist mir vollkommen neu:

Aber auch der Zug, mit dem ich zurück nach Worcester fuhr, war neu – oder zumindest super herausgeputzt …

Abschließend noch der Skandal zum Tag: In diesem Land bleibt langsam wirklich kein Stein mehr auf dem anderen. War es jahrhundertelang der Brauch, dass man im englischen Pub das Getränk an der Bar bestellt und bezahlt hat, um es dann zum Tisch mitzunehmen, hat jetzt eine große Pub-Kette angefangen, den Kunden (auf Wunsch) die Getränke zum Tisch zu bringen.

In meinen Augen eine Schweinerei sondergleichen!!!

SPOILER: Sollte das der Grund dafür sein, warum lt. Statistik pro Woche SECHS (!!) Pubs für immer zusperren?

Stay trotzdem tuned!

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