… ausgesprochen: „Mon-blan“.
Genau dorthin hats mich heute verschlagen. Selbstverständlich habe ich NICHT das Land gewechselt – ich bin lediglich eine 3/4 Stunde mit dem Regionalzug in diese 8000 Einwohner zählende Gemeinde gefahren die ca. 30 km Luftlinie vom Mittelmehr entfernt liegt.
Naja, auch die Hinfahrt war schon ein kleines Abenteuer: Die Zugsgarnitur dürfte aus den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts stammen, von den Sitzen red ich schon gar nicht – da müssen in dieser Zeit schon Zehntausende Menschen drauf gesessen sein …


Macht nix – ich bin gut an- und wieder zurückgekommen, mit einem kleinen Manko: Klick auf „PLAY“ und du hörst den ohrenbetäubenden Lärm, der mich auf der HINfahrt fast 45 Minuten lang begleitet hat.
Die Stadt MONTBLANC ist für ihre gut erhaltene mittelalterliche Altstadt bekannt. Besonders beeindruckend ist die Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, die große Teile der historischen Innenstadt umgibt. Enge Gassen und uralte Steinhäuser prägen das Bild dieser Stadt.




Interessant wurde es dann im KONVENT DE LA SERRA (für die Interessierten unter euch hier der offizielle Name: „Santuari de la Mare de Déu de la Serra“). Vom 13. Jhdt. bis 2008 haben dort Nonnen gewohnt, die Klosterkirche ist heute noch zu besichtigen.

Und ebendort traf ich auf eine liebe, schrullige Mesnerin. Nachdem heute nicht der Massenandrang zu erwarten war, erhielt ich von ihr sozusagen eine Privatführung. Ich durfte in die Sakristei hinein, zur Marienstatue oberhalb des Hochaltars hinaufsteigen (was mir einen ganz speziellen Blick in das Kircheninnere erlaubte – siehe zweites Foto in Richtung Ausgang),


den künstlichen Blumenschmuck besichtigen usw.

Leider habe ich außer gefühlte 50 x „iglesia“ nichts verstanden, sosehr sich die Dame auch bemüht hat – aber macht nichts, ich hab halt gute Miene zum heiligen Spiel gemacht und ebenso gefühlte 50 x mit „si“ geantwortet …
Es ist schon ein besonderes Gefühl, kreuz und quer durch eine kleine Stadt zu wandern und auf Schritt und Tritt die Geschichte zu spüren. Immer wieder das selbe Spiel: Stehen bleiben, verweilen, staunen und sich in die damalige Zeit zurückversetzen …



Zurück in Lleida führte mich abends dann der erste Weg zu einer Bar, in der es Tapas gab. Um „Patatas Bravas“ kam ich natürlich wieder nicht herum – heute gabs dazu noch „Pimientos de Padrón“ (kleine, milde Bratpaprika, in Olivenöl gebraten und normalerweise mit Meersalz serviert). Und – fast hätt ichs vergessen: „San Miguel“ in zweifacher Ausführung. Zwischen Foto 1 und 2 liegen so ca. 20 Minuten – super wars!!! – Erst recht wie ich den wunderschönen Teller erblickte, auf dem sich die PB befanden.


Übrigens: Meine Jacke, von der in meinem gestrigen Blog die Rede war, hätte ich natürlich gerne abgegeben …

… aufgrund der hohen Temperaturen blieb sie jedoch im Hotel zurück.
BUENAS NOCHES!

Hinterlasse einen Kommentar