Der Tag der 600 Stufen (mind.)

ACHTUNG: DIESER BLOG ERFORDERT EINE LÄNGERE LESE- UND „ANSCHAUZEIT“ ALS DIE BISHERIGEN!!

Es war ein äußerst kurzfristiger Entschluss heute vormittags: Ich habe mir im Internet einige Fotos angeschaut (alle, die du in diesem Blog siehst, sind allerdings zu 100 % meine eigenen!) und mir gedacht: Da muss ich hin! – Also ab zum Bahnhof und in einer 30-minütigen Fahrt nach BALAGUER. Los gegangen ist es – im Gegensatz zu gestern – sehr positiv: Neue Garnitur, bequeme Sitze …

… Bahnfahrer-Herz, was willst du mehr?

Schon der erste Eindruck von BALAGUER hat mich fasziniert. Vom Bahnhof führt eine endlos lange, gerade Straße zum Fluss „Segre“. Jeweils eine Spur ist für Fahrzeuge vorgesehen, in der Mitte gibt es aber eine breite „Fußgängerzone“ mit Sitzgelegenheiten, Cafes und hunderten Bäumen. Diese werden in der heißen Jahreszeit zu idealen Schattenspendern erblühen.

Mehrere Brücken führen über den Fluss zur Altstadt – irgendwie erinnert mich dieser Anblick an die Häuser in Innsbruck/Mariahilf.

Samstag = Markttag in Balaguer. Bei so wunderbaren Angeboten frage ich mich ernsthaft: Warum gibt es das eigentlich bei den SILZER Märkten nicht?? (Spoiler: Das links in der Mitte ist KEIN Windrad!)

Aber – – – weiter zur Hochkultur!

Auf einem Hügel oberhalb von B. – erreichbar über steile Wege und mehr als 150 Stufen – erhebt sich die Kirche „Santa Maria“.

Leider ist sie und der Platz rundherum abgesperrt, da der Turm

(lt. Information vom Oficina de Turismo) einzustürzen droht.

Direkt neben diesen Absperrgittern befindet sich allerdings der „Einstieg“ zur ehem. Stadtmauer und diese Begehung hatte es in sich!

Zuerst 124 Stufen nach unten (rot), dann ebenso viele und noch viel mehr nach oben (blau). Es ist eine Tatsache, dass nicht alle davon „lupenrein“ waren, ein Pickerl würden die noch für max. einen Monat oder zwei erhalten …

Dann noch einmal ein Foto in die andere Richtung mit dem Blick auf die (gesperrte) Kirche Santa Maria.

Auch wenn man nicht allzu viel nachdenken darf, es bieten sich von dort oben wunderbare Blicke auf den Marktplatz und die alten Häuser, die ihn säumen.

Der letzte Teil der „Begehung“ war dann recht passabel. Am Weg zurück in die Stadt (übrigens knapp unterr 20.000 Einwohner) hat sich allerdings gezeigt, dass die vorhin erwähnte Stiege wirklich abenteuerlich angelegt wurde …

Wenn die ursprüngliche Kirche schon gesperrt ist, muss man natürlich noch diejenige anschauen, die offen ist. Hinweis: Allen denjenigen, die jetzt schon wieder jammern, dass der Holaus nur Kirchen, Basiliken, Klöster und Schlösser anschaut, sei ins Stammbuch geschrieben: Sakrale Gebäude und solche, die der Verteidigung dienten, sind nun einmal geschichtlich wertvoll und zeugen bei näherer Betrachtung von der unvorstellbaren Kunst, die den damaligen Architekten und Baumeisten zu eigen war. – Eine Kunst, die ich bei manchen heutigen A. und B. eher vermisse … (Belehrung zu Ende!)

Zurück zum Thema: Geplant war, dass ich um kurz nach 14:00 Uhr wieder zurück nach Lleida fahren würde, geworden ists halb 5 – sosehr war ich von BALAGUER angetan. – Hier noch einige weiter Eindrücke:

Manaña – domingo: Nos vemos en Madrid.

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