Nachdem ich jetzt so an die 5 Stunden im Zug sitzen (und so nebenbei auch die Landschaft genießen) werde, starte ich den Versuch, meinen gestern kurz vor Mitternacht verlorenen gegangenen Blog noch einmal zu „konstruieren“. Der Zug, in dem ich gerade sitze, wackelt, ächzt und kracht zwar mehr als die Zillertalbahn und Achenseebahn zusammen – aber, was solls.
Außer die Fahrt mit dem RENFE-Hochgeschwindigkeitszug AVE von Lleida nach Madrid gabs gestern nämlich nichts Besonderes.


Deshalb hatte ich Lustiges, Nachahmenswertes, Grausliges, Kurioses und Interessantes mit Bildern dokumentiert – ich hoffe, mir fällt noch alles ein …
Eine super Idee finde ich folgendes: Immer wieder fallen auf den Gehsteigen in spanischen Städten nicht nur Bänke auf, die zum Verweilen einladen, sondern auch angeschraubte Stühle. Diese sind aber nicht NEBENEINANDER montiert, sondern in einem gewissen Winkel ZUEINANDER. Vorteil: Will man sich mit jemandem unterhalten, braucht man nicht den Kopf um 90 Grad drehen bis das Gnagg kracht sondern man kann sich einfach so in die Augen schauen. – Find ich gut!

Was find ich noch gut? – Obwohl die Preise auch hierzulande ordentlich angezogen haben, gibt es immer noch Lokale, wo einem das Essen richtig Freude macht:

Kaum zu glauben, aber dieses Gericht (war übrigens ausgezeichnet!) hat incl. Getränk und 1,50.- Euro Trinkgeld ganze

gekosten. – Da war ich dann doch ein wenig sprachlos!
Wenn wir schon beim Essen sind: Genauso freudig überrascht war ich im AVE nach Madrid. Da es von der Tageszeit her grad ideal war, habe ich mich bei der Sitzplatzreservierung entschieden, um 13 Euro das Mittagessen dazuzubuchen. Los gings dann gleich nach dem Einsteigen mit einem Getränk. Eine halbe Stunde später zupfte der Kellner aus einer Schachtel ein warmes (!) Feuchttuch zur Händereinigung hervor und holte es 5 Minuten später wieder ab. Dann gab es Suppe, Hauptspeise mit Beilagen und Artischockensalat, Brot, eine Nachspeise und wieder ein Getränk.

Fast hätt ichs vergessen: Zur Verdauung konnte man dann noch wählen:


Also, ich würde sagen: Alles in allem sehr wohl ein erfreuliches Schnäppchen, oder?
Jetzt machen wir eine wilde Überleitung ans andere Ende der Skala: Die Taubenplage nimmt in Spanien langsam überhand. Zum guten Glück hats mich bisher noch nicht erwischt aber es ist nur eine Frage der Zeit. Lässt man sein Auto länger im Freien stehen, ohne es zu benützen,

kann schon sein, dass man dann einen Eiskratzer (= Sch***kratzer) braucht …
Noch etwas fällt auf: Landauf, landab gibt es nicht nur unzählige alte Gebäude, die dem Verfall preisgegeben sind, es stehen auch viele „Rohbauten“ herum, die vermutlich schon seit vielen Jahren ihr Dasein fristen – all das erschüttert hierzulande offenbar niemanden.



Man kann ein ind die Jahre gekommenes Gebäude allerdings auch SO verschönern:

Übrigens: Meine „Beichtstuhlsammlung“ ist wieder ein wenig größer geworden:


Erneuter Themenwechsel: Wie spart man sich beim Anbringen von Zebrastreifen viel Farbe? Ganz einfach: Man malt anstatt Streifen nur links und rechts ein ca. 70 x 70 cm großes Viereck – den Rest muss man sich halt denken. Damit aber nicht genug des Sparens: Zusätzlich spachtelt man noch ein großes verkehrtes „S“ (für Sebrastreifen???) hinein und kann auch die damit gewonnene Farbe andersweitig verwenden – schlau sind sie, die Spanier, gell.

Aber ich habe in Lleida auch noch eine andere Gattung Zebrastreifen entdeckt:

Ob Absicht, oder nicht – ich kann es nicht beurteilen!

Ach geh … meine Jacke hab ich am Samstag in BALAGUER wieder nicht mit gehabt!

Aber … heute in der Früh in Madrid war ich doch wieder froh drum!!!

Sodala, ich lass es jetzt, ich mag nicht mehr!!! – Wenns dich im Zug so sehr hin-und-her schmeißt, dass du jedes 3. Wort ausbessern musst, weil die Finger auf falschen Tasten landen, na dann reichts!

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