Nachtrag PARIS + EUROSTAR + Ipswich am 19. April

Nach fast 24 Stunden ohne nennenswerten Schlaf war ich gestern dann doch zu müde, um den ganzen Tag Revue passieren zu lassen, deshalb geht‘ s hier mit ein paar Stunden Aufenthalt in Paris (am Dienstag) weiter:

Will man vom Ostbahnhof zum Nordbahnhof spazieren (ca. 10 Minuten), dann kann man entweder das Handy zu Rate ziehen oder vermeintliche Einheimische fragen. Fazit: Von 4 Leuten erhielt ich 5 verschiedene Wegbeschreibungen – liegt vielleicht aber auch an meinen nicht vorhandenen französisch-Kenntnissen …

Anyway, um die Zeit ein bisschen zu verbringen, sitzt man sich ins Mäci, um am Laptop Nachrichten, Mails usw. zu lesen. – Aber wie könnte man den Blutdruck in ungeahnte Höhen katapultieren? – Ganz einfach: Man lässt intelligenterweise das Handy im oben genannten Fresstempel (sorry, excusez-moi) liegen und kommt erst zwei Straßenzüge später drauf. Abgesehen von allen anderen Daten ist eh nur der komplette INTERRAIL-Pass drauf gespeichert … Aber – es gibt ja auch gute Menschen auf dieser Welt, beim MD hat mich eine Angestellte schon mit einer diesbezüglichen Frage empfangen, mein Handy konnte ich an der Ausgabestelle wieder in Empfang nehmen – der Stein, der mir vom Herzen fiel muss wohl Tschirgantgröße gehabt haben …

Will man den EUROSTAR nach London besteigen, braucht es zuerst einmal Zeit, viel Zeit. Schritte 1 bis 5 kurz erklärt: Genaueste Gepäckkontrolle wie am Flughafen, Passkontrolle mit einer sich auf und ab bewegenden Kamera von den Franzosen, dann noch einmal das gleiche Spiel bei den englischen Grenzbeamten, genaueste Ticketkontrolle sowie ewig langer Aufenthalt im Warteraum und schließlich … die Türen öffnen sich 20 Minuten vor Abfahrt.

Wenn man an die hundert Male schon in Großbritannien war (mit Auto und Fähre oder Bus und Fähre) ist dieser EUROSTAR schon ein Hammer: Fetzt mit 300 km/h dahin (200 im Tunnel) und bringt dich in 2 1/4 Stunden ins Zentrum von London. Schon in der mittleren von drei „Klassen“ bekommt man eine kleine Mahlzeit serviert und ehe man sich versieht, steigt man in der St. Pancras Station aus. – Aus (Hotel)Kostengründen ging’s dann vom selben Bahnhof aus noch eine Zugstunde nach Norden, in Richtung Leicester.

So, und nun bin ich endlich beim heutigen Tag angelangt:

Ca. 3 Bahnstunden östlich von Leicester liegt Ipswich, eine Stadt ungefähr so groß wie Innsbruck. In einer der vielen Kirchen befinden sich die ältesten noch erhaltenen Glocken der Welt (AD 1450), die händisch geläutet werden und zwar jeden Mittwoch von halb eins bis eins. Es ist faszinierend, den Männern (und Frauen!) bei dieser schweißtreibenden Arbeit zuzuschauen. Genauso faszinierend ist der Klang dieses Geläutes – schade, dass ich kein Audiofile einfügen kann …

Nun ja – zurück in Leicester heißt es schön langsam wieder ans Kofferpacken zu denken, morgen geh’s weiter zu meinem nächsten Stützpunkt – nach LEEDS. Dort werde ich 4 Tage verbringen und jeden Tag eine andere Gegend in der näheren und weiteren Umgebung erkunden. Der Wetterbericht verkündet für die kommenden Tage zwar Fürchterliches – aber: Hopefully the English weathermen are not right?

2 Antworten zu „Nachtrag PARIS + EUROSTAR + Ipswich am 19. April”.

  1. Avatar von Elisabeth Heinz
    Elisabeth Heinz

    Hoffentlich gibt es nicht mehr solche aufregenden Momente aber ab jetzt wirst du immer nach deinem Handy schauen viel Spaß weiterhin super Idee und danke dass du uns mit deinen berichten Teil haben lässt an deiner tollen Reise 😄

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