LIVERPOOL und sonst gar nix!

Morgen genau vor einem Monat bin ich von Silz bzw. Ötztal-Bhf. weggefahren – wenn mich mein Gedächnis nicht ganz im Stich lässt, war heute der ERSTE Tag, an dem ich in keinem Zug gesessen bin.

Nicht, weil ich plötzlich nicht mehr mit dem Zug fahren mag, nein – ganz im Gegenteil – aber wie ich bereits gestern anklingen hab lassen: Diese Stadt hats mir (wie schon so viele Dörfer, Städte und Landschaften vorher) so richtig angetan.

Damit ihrs gleich wisst: Am Anfang gibts heute wieder das K-Thema. Ganz einfach deshalb, weil ich die beiden heute noch einmal besuchen hab müssen. Gestern bin ich leider vor verschlossenen Toren gestanden.

Die Liverpool Cathedral ist tatsächlich ein derartiger Monumentalbau, dass man – wenn man sie betritt – kaum bis hin zum Altar sieht. Verständlich, dass es da auch eine Telefonzelle geben muss sowie mehrere Bildschirme, eine mobile Orgel und großzügige Toilettenanlagen (nicht im Bild).

Ja, und da wäre dann noch der Kirchturm. Den kann man mit Lift 1, ca. 30 Stufen, dann Lift 2 und schließlich 108 Stufen bezwingen. Zwei Dinge sind da oben grandios: Die Aussicht und der „Turmwächter“ – ein schrulliger Knabe, der ein sehr redefreudiger Geselle zu sein scheint und mir unter anderem erzählt hat, wie er vor 20/30 Jahren kleine Schneemandln am Dach des Turmes gebaut hat. Die Glocken, die man hier von oben sieht hängen übrigens tatsächlich verkehrt herum im Glockenstuhl …

Weiter zur modernen K. Es wird zwar nicht jedermanns/fraus Geschmack sein, aber die Lichtspiele, welche sich in ihrem Inneren zeigen, sind wirklich einzigartig.

Dann gings weiter über den Bahnhof (zumindest Zug-Schauen wird wohl noch erlaubt sein) der daneben gelegenen St. George´s Hall hinunter zum ehemaligen Hafen, den Albert Docks.

Nachdem Liverpool als Hafenstadt seit jeher eine wichtige Rolle gespielt hat und immer noch spielt, war ein Besuch im „Maritime Museum“ angesagt. Von den Anfängen des Hafens über die Titanic bis zu den Kriegsgeschehnissen und herauf bis zur heutigen Zeit ist hier alles vertreten.

Andererseits hat sich Großbritannien in Bezug auf Sklavenhandel recht unrühmlich hervor getan und so ist es fast ein Muss, sich auch das „Museum der Sklaverei“ anzuschauen.

So nebenbei steht da ganz in der Nähe auch die Arena, in welcher der Song Contest stattgefunden hat. Enorme Kabelverbindungen zeugen noch von dem, was da war …

Etwas gefällt mir an diesen ehemaligen Docks ganz besonders: Sie werden ja schon längst nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt, man hat sich aber erfolgreich bemüht, die Geschichte der Gebäude nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Im Jahr 2023 sind die Außenfassaden beinahe unverändert, innen drinnen allerdings befinden sich Wohnungen, Hotels, Bars usw.

„Wie packst du das eigentlich?“ hat mir heute in der Früh eine liebe junge Dame geschrieben. Ich hab noch ganz gscheide Antworten gegeben aber besser wäre gewesen, ich hätte das NICHT getan, dann heute bin ich das erste Mal wirklich komplett tschiggi-tschaggi, wie ich zu sagen pflege. Das Untergstell tut mir so ziemlich weh, was ja kein Wunder ist, sind doch beide Haxn zusammen fast 140 Jahre alt … Aber, was nehme ich für EUCH nicht alles in Kauf (haha)? – Für die „Beatles Story“ jedenfalls hats NICHT mehr gereicht …

2 Antworten zu „LIVERPOOL und sonst gar nix!”.

  1. Avatar von Josef Tabernig
    Josef Tabernig

    I share your moments. Don’t exaggerate!!!

    Like

    1. hey, good morning! – today: YORK

      Like

Hinterlasse eine Antwort zu Josef Tabernig Antwort abbrechen