27. und 28. Mai: Armacao de Pera und Serra de Monchique

Samstag, 27. Mai 2023: Ein Tag in Armacao de Pera

Wenn schon am Samstag vormittags Markttag angesetzt ist, muss man da natürlich vorbeischauen, wobei hier ausschließlich einheimische Landwirte ihre Produkte anbieten. So kommt es halt vor, dass es an mindestens 20 verschiedenen Ständen Tomaten, an ebenso vielen Erdbeeren usw. gibt. Aber auch weniger appetitliche Sachen sind dabei …

Nachdem wir sehr viel zu Fuß unterwegs waren und sind, kam zur Abwechslung dieser kleine Zug wie gerufen – leider wollte der Fahrer von meinem Interrail-Ticket nichts wissen. Wir sind natürlich trotzdem mitgefahren – meiner Frau zuliebe, NICHT aber meinen Knien und meinem Rücken zuliebe wie sich im nachhinein herausstellte.

Der Nachmittag schließlich war dem wunderschönen Sandstrand gewidmet, der fasst makellos sauber ist. Keine Algen, kein angeschwemmter Müll, keine Zigarettenstummel (dafür erhält man eigene Behälter). Übrigens: Auch am Samstag nachmittags fast menschenleer …

Ja, und dann noch das Abendessen, auf das man sich – speziell in südlichen Ländern – immer wieder ganz besonders freut. Am Wochenende fand ein Fress-Festival (sorry!) statt und da ist es ja fast eine Verpflichtung, den örtlichen Fischeintopf (Caldeirada) zu versuchen. Hat traumhaft geschmeckt, aber beleidigt war ich schon ein wenig! – Hat mir doch glatt die Kellnerin einen „Latz“ umgehängt, damit ich mein weißes Hemd nicht anpatze … Könnt euch ohne weiteres das Lachen verkneifen!

Habt ihr übrigens gewusst, dass der Sangria seinen Ursprung angeblich in Portugal und nicht etwa in Spanien hat? – Ich nicht!

Samstag, 28. Mai 2023: Serra de Monchique

Was bei einem Aufenthalt an der Algarve nicht fehlen darf, ist ein Ausflug in die „Berge“. Immerhin geht es von Meereshöhe auf 902 m über Adria hinauf. Ein stark bewaldetes Gebiet, das von den verheerenden Waldbränden in den vergangenen beiden Jahren zum Glück großteils verschont geblieben ist.

Doppelt groß ist die Freude, wenn just an diesem Sonntag ein Fest stattfindet (wofür sogar noch mehrere Straßen gesperrt werden dürfen), bei welchem regionale Produkte aller Art angeboten werden. Natürlich muss man auch die regionale Kulinarik versuchen und so verkosteten wir einen ausgezeichneten Wildschwein-Eintopf. – Ein netter Nachmittag, an dem alle Bewohner aus der näheren und weiteren Umgebung mit dem Auto angereist kamen. Anders ist es nicht zu erklären, dass an allen Stadteinfahrten schon kilometerweit vorher Straßen und Gehsteige total verparkt waren.

Es war schon später Nachmittag, als wir noch die 8 Kilometer lange Strecke bis an den höchsten Punkt der Serra de Monchique in Angriff nahmen. Ganz oben, wo sich nur noch Sende-, Radar- und Militäranlagen befinden, hat man halt einen grandiosen Ausblick – sogar bis hinunter zum Meer.

Um diesen erlebnisreichen Tag abzuschließen, machten wir noch einen Abstecher zur Kapelle „Nossa Senhora da Rocha“, deren Grundmauern schon seit vielen Jahrhunderten auf einer schmalen Landzunge, wie sie für die Felsenalgarve ja typisch sind, steht. Unvergesslich bei Abendsonne …

2 Antworten zu „27. und 28. Mai: Armacao de Pera und Serra de Monchique”.

  1. Avatar von Josef Tabernig
    Josef Tabernig

    Tolle Aufnahmen und spritzige Kommentare, wie nur du es kannst. Bei diesen gewaltigen Wanderungen und, und, und…. darf die Kulinarik, zu Recht, nicht zu kurz kommen. Weiterhin alles Gute und liebe Grüße. C U

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    1. danke Josef … freut mich wenn es dir gefällt … liebe grüße !

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