Donnerstag, 1. Juni, L I S S A B O N (Ende)

Ein weiterer Tag (leider auch schon der letzte) in der portugiesischen Hauptstadt. Ein weiterer Tag voller unvergesslicher Eindrücke, ein langer Tag, ein heißer Tag.

Ganze € 6,50.- kostet eine 24-Stunden-Karte für alle öffentlichen Verkehrsmittel, d. h. man kann mit der Metro, den Bussen, Straßenbahnen aber auch mit den Standseilbahnen fahren, so oft und so lange man will.

Das haben wir heute auch ziemlich ausgenützt und u. a. mehrere Fahrten mit den sensationellen Straßenbahnen unternommen. Es braucht allerdings Zeit, viel Zeit. Da kann es schon vorkommen, dass man 5, vielleicht sogar 10 Minuten steht, nur weil ein Auto ungünstig parkt und die Straßenbahn nicht daran vorbei kommt. Erst im Laufe der Zeit ist es der Fall, dass irgend jemand anfängt zu hupen oder ungeduldig wird.

Ich habs ja schon einmal erwähnt: Mich wundert es, dass diese Straßenbahnen (die übrigens nur aus einem Wagen bestehen) und wahrscheinlich schon 100 Jahre alt sind), nicht jeden Moment auseinander brechen oder entgleisen. Einem fast schon beängstigenden Gefälle folgt eine ebensolche Steigung und umgekehrt, Kurven haben nicht selten einen 90-Grad-Radius. Man beachte im Video, wie die beiden Gleiskörper ineinander gehen …

Dass das Ganze auf Schmalspur passiert und die Achsen der Wagen maximal zwei Meter auseinander sind spielt da auch keine Rolle mehr. Besonders bei kerzengeraden Gefällestrecken lassen es die Fahrer (auch -innen!) so richtig „tuschen“, um dann mit fürchterlichem Lärm, Gequietsche und blockierenden Rädern wieder abzubremsen. Ob die Pedale fürs Bremsen, fürs Gasgeben oder sonst was gut sind habe ich leider nicht herausbekommen. Alleine aufgrund dieser antiken Fortbewegungsmittel  ist Lissabon jedenfalls eine Reise wert.

Natürlich haben wir Lissabon nicht nur sitzend erkundet, auch ausgedehnte Spaziergänge durch die Altstadt (ALFAMA) durften nicht fehlen. Dieses Gewirr an engen und engsten Gassen (wo manchmal nicht einmal zwei Personen aneinander vorbeikommen) war eine z. T. schweißtreibende Angelegenheit: Stiegen, Stiegen, Stiegen! Und dann – ganz plötzlich eröffnet sich dann wieder ein Platz mit einer Kirche, mit Palmen und sonstigen schattenspendenden Bäumen. Zusätzlich werden zur Zeit Teile der Alfama mit unzähligen Girlanden dekoriert,  hunderte Stände und überall Sitzgelegenheiten aufgestellt. An diesem Wochenende wird nämlich das Fest des Hl. Antonius gefeiert, der in Lissabon geboren und der Schutzheilige dieser Stadt ist. (Fotos nach dem Pantheon)

Im „Nationalen Pantheon“, welches ursprünglich als Kirche geplant war, sind berühmte Persönlichkeiten aus der längst vergangenen Geschichte Portugals begraben, aber auch (Ball)Künstler, wie der ehem. Weltfußballer Eusébio und die bekannteste Fado-Sängerin dieses Landes.

FAZIT LISSABON – folgt in Bälde!

2 Antworten zu „Donnerstag, 1. Juni, L I S S A B O N (Ende)”.

  1. Avatar von Josef Tabernig
    Josef Tabernig

    Lissabon, immer wieder eine Reise wert. Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist!!! Saludos.

    Like

    1. … wie recht du doch hast!!!

      Like

Hinterlasse eine Antwort zu R.H. Antwort abbrechen