Es tut mir leid, aber ich weiß nicht wo anfangen, wo aufhören. Wer zwei Tage in einem Ort, wie JIMENA DE LA FRONTERA verbringt, muss gefangen sein, von der Schönheit, der Einzigartigkeit und der Ausstrahlung dieses Städtchens. Deshalb möchte ich zu Beginn eine Zusammenschau präsentieren – JIMENA in der Früh, während des Tages und am Abend:















Nach so viel geballter Einzigartigkeit noch ein paar zusätzliche Besonderheiten, die heute im Laufe des Tages so aufgetreten sind: Am Weg zum Castilio – man glaubt es kaum – da liegen die (wunderschönen) Zitronen kiloweise am Boden herum bzw. hängen auf den Bäumen.


So langsam habe ich das Gefühl, die Spanier haben für Wanderwege, die weniger der Fortbewegung als eher der Folter dienen, ein Faible. Stöckelschuh-Trägerinnen haben es hier schwer …


Wäre Hans Krankl einmal hier gewesen, er würde sagen: „Keine ebenen Straßen gibt es nicht.“ Nachdem die Straßen – eher Gassen – zudem noch meist sehr eng sind, gibt es ein ausgeklügeltes Einbahnsystem – mir wäre auch keine Straße aufgefallen, die ob ihrer Breite zweispurig sein könnte!


Hätte mir der Bauer nicht sein Gatter geöffnet und mich auf der anderen Seite seines Grundstückes wieder hinaus gelassen, wer weiß, wo ich heue gelandet wäre. Eigentlich hätte ich ja den Fluss gesucht, den man mir so empfohlen hat, gar soviel war davon aber nicht übrig …



Zwischendurch etwas anderes: Ich habe ja noch eine Ansichtskarte übrig, deshalb wieder eine Frage an euch: Wer könnte der neben mir wohl sein???

Wieder zurück zu meiner „Marschiererei“: Nach Ort, Schloss und Flussgegend war ich schon ca. 4 1/2 Stunden unterwegs. Meine Frau meint immer, eine Kopfbedeckung und Flüssigkeit wären so wichtig. Seit heute weiß ich, dass sie (wie ja meistens) recht hat. Nach dem Grundstück des obigen Landwirts war ich noch ca. eine halbe Stunde bei brütender Sonne unterwegs. Irgendwann ist mir dann vorgekommen, dass sich ganz leichte Anfälle von Schwindel einstellen – etwas, das ich bisher noch nicht kannte. Jedenfalls war mir nicht mehr ganz wohl und ich beschloss umzudrehen, zu dem Landwirt zu gehen und um etwas Wasser zu bitten. Nach ungefähr 10 Minuten des „Rückwegs“ kam mir ein Bauer mit einem Geländewagen entgegen. Den habe ich mir-nix-dir-nix aufgehalten und mit meiner (eh schon bekannten) Fuchtelei gebeten, mich mitzunehmen. Der hat sich sofort bereit erklärt und das war gut so, denn die Strecke bis zum Ort zurück betrug – auf einem wilden Holperweg – noch einmal 10 – 15 Fahrminuten, für die ich zu Fuß mindestens eine zusätzliche Stunde gebraucht hätte und dann wäre ich erst am unteren Ende gewesen. Der Kerl hat mich sogar noch hinauf bis zur ersten Bar geführt, in der ich Wasser und Cola im Eilzugstempo in mich hineingoss. — Bin dem „Taxi“fahrer immer noch sehr dankbar – wer weiß ob ich nicht auch so geendet hätte (musste das Foto – das ich übrigens heute gemacht habe – ein bisschen bearbeiten, damit ihr keinen Schock bekommt)?

Wieder zu angenehmeren Dingen: Wie in Portugal, gibt es auch hier Korkeichen, die alle paar (normalerweise 8) Jahre „geschält“ werden. Auch wunderschön anzuschauende Kakteen(bäume) sind überall anzutreffen.



Auch Palmengewächse, meterhohe Schilfstangen und prachtvolle Blütenstauden finden sich an allen Ecken und Enden.



Sodala – könnte euch noch viel erzählen und zeigen, aber um 3/4 1 ist dann doch Schluss, auch wenn morgen mein Zug erst um 11:30 geht. Muss schauen, wie ich zum Bahnhof komme, der Taxifahrer vom Sonntag hat mir damals schon gesagt, dass er während der Woche vormittags nicht daheim ist und ich kann nicht schon wieder zu den Bomberos gehen – wir werden sehen …

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