7. Juni, CIUDAD REAL: Der erste Regentag seit Clovelly (27. 4.)

Ja, was das Wetter ganz allgemein anlangt, habe ich wirklich Glück gehabt. In diesen mehr als 5 Wochen seit Clovelly (Cornwall) hat es hie und da ein bisschen geregnet, so richtig nass bin ich aber nie geworden. Auch heute nicht – ich blieb einfach nach dem Frühstück bis 1/2 6 Uhr abends in meiner Unterkunft, so lange, bis es aufgehört hat zu regnen. Langweilig ist mir dabei nicht geworden, ich habe stundenlang versucht, die Heimreise von Spanien nach Silz bzw. Ötztal Bhf. zu planen, die ich am 13. oder 14. Juni antreten werde. Mich hat eh gewundert, warum mich der Chef von dem Tapas-Lokal in dem ich zu Abend gegessen habe, nicht auf meine „cuatro-eckigen“ Augen angesprochen hat …

Also ein gleichartiges Video hätte ich dann noch um 10:00 Uhr, 11:00 Uhr usw. bis 16 oder 17 Uhr aufnehmen können. Die Temperatur war auch nicht gerade südländisch, immer so um die 17°, erst spät ist sie dann auf 20° geklettert.

So habe ich halt abends noch ein bisschen die Stadt erkundet, dabei ist mir etwas immer wieder aufgefallen – ist in Spanien anscheinend so üblich: Nach einem Abriss werden die verbleibenden Wände mit einer dicken, orangen Farbe bestrichen. Wegen dem Zusammenhalt? Wegen dem Ungeziefer? – Ich weiß es nicht.

Kleiner Nachtrag: Was ich ja vermutet hatte, ist eingetreten, kein Mensch hat gewusst, wer der junge Mann auf dem Foto vom Montag war.

Also hab ich mir halt selbst eine Karte geschrieben – schauma mal, wer zuerst daheim ist! – Es war übrigens ein Niederösterreicher. Da kamen nämlich mitten in Jimena de la Frontera drei Leute des Weges, einen davon habe ich gefragt, wo denn ein bestimmter Weg abzweigen würde und der hat mich gefragt, wo ich her bin. Als ich es ihm sagte, deutete er auf diesen jungen Mann. Der war nämlich mit seiner Freundin (eine Amerikanerin, die jetzt in J. de la F. einen Job hat) auf Wohnungssuche, der oben genannte Herr war ein Makler.

Und noch was – ich hab ja Briefmarken gebraucht, also gehe ich zur Post. Da zieh ich dann als erstes einmal ein Ticket,

dann schaut man fast 20 Minuten lang abwechselnd auf die piepsende Anzeigetafel und auf diesen Fuzzi-Zettel, ob nicht evt. doch meine Nummer schon dran ist (wiewohl wissend, dass dem eh nicht so ist).

Dann endlich – ich darf zum Schalter. „Tres sellos para postales a Austria“ – das hätte ich besser nicht gesagt, eine Landkarte wäre vernünftiger gewesen, aber ich hatte halt nur den Stadtplan von C. R. dabei. Drei Mal hat mich die Dame gefragt, wohin. Entweder ist meine „Austria“-Aussprache unter jeder Kritik oder aber die Dame ist irgend wann einmal bei mir in die Schule gegangen. Jedenfalls hat sie mich nach dem 3. Mal unschuldig angeschaut und gemeint: „Ah, Austria!“ – naaaa, Känguru wahrscheinlich!?!

Dann gings weiter: Sie hat nicht gewusst, welchen Wert die Marke haben sollte, hat die Dame am Schalter neben ihr gefragt (Fehlanzeige) und dann noch den Herrn zwei Schalter weiter (Fehlanzeige). Plötzlich war sie verschwunden aber dann die Rettung: Sie brachte einen Zettel mit, auf dem die Gebühren offensichtlich drauf standen.

Allerdings – ob mir die gute Frau nicht zum Schluss doch Australien verrechnet hat, da bin ich mir nicht so sicher – eine Marke kostete nämlich € 1,65.- Kann natürlich auch ein Hinweis darauf sein dass Touristen relativ selten in diese Stadt kommen (bekommen habe ich übrigens die Weihnachtsbriefmarke aus dem Jahr 2019!!!).

Eine Antwort zu „7. Juni, CIUDAD REAL: Der erste Regentag seit Clovelly (27. 4.)”.

  1. Avatar von Josef Tabernig
    Josef Tabernig

    Other countries, other customs!! Saludos, saludos.

    Like

Hinterlasse einen Kommentar