… beeindruckt von dem, was ich heute gesehen und gespeichert habe (sei es geistig oder per Handy). Segovia ist alleine schon eine Reise nach Spanien wert!
Fangen wir mit dem Üblichen an: In der Früh „schon“ 8 Grad plus, nachmittags dann ungefähr so wie bei euch in Silz oder wo auch immer.
Was das Essen und die dazugehörigen Preise anlangt, werde ich heute letztmalig ein paar Worte drüber verlieren, denn langsam wirds schon peinlich. Zwar nicht in einem Restaurant, aber in einer normalen Bar: Ein gr. Bier, ein kl. Bier und 3 Tapas (eingelegtes Hühnerfleisch, gebackene Calamares und marinierte Sardinen) – das Ganze um ….. 6 Euro! Natürlich schaut die Sache anders aus, wenn man in einem Restaurant diniert, oder sich in der Nähe der bekanntesten Sehenswürdigkeiten aufhält, aber das ist ja ein „alter Hut“.
Aber zurück zum eigentlichen Grund meines Aufenthalts in SEGOVIA: Heute stand ja (wie in meinem gestrigen Blog schon angekündigt) eine intensive Altstadttour am Programm, beginnend in der Nähe des Aquäduktes.

In dieser Gegend befinden sich unzählige Lokale. Kein Wunder, dass der Bierverbrauch anscheinend auch den Brauereien gute Umsätze beschert. – Der Weg durch enge Gassen in Richtung Kathedrale ist jetzt schon, Ende April, von Unmengen an Touristen verstopft. Interessanterweise ist in dem Sprachengewirr aber Spanisch die weitaus am öftesten zu hörende language.


Da bin ich dann gleich einmal abgebogen und hab mir einen anderen Weg dorthin gesucht und siehe da – man wird belohnt mit Sehenswürdigkeiten, die keineswegs überlaufen sind. Ein Kleinod nach dem anderen! – Sei es eine Iglesia, zu der ein läppischer Eintritt von einem Euro verlangt wird (deswegen steht auch noch immer die Weihnachtskrippe dort). Auch zu finden eine der riesigen Figuren, die in der Semana Santa (Karwoche) durch die halbe Stadt geschleppt werden. – Ein wenig später eine weiter Iglesia, dieses Mal waren (im Gegensatz zu Avila) außer mir noch ein paar weitere Katholiken bei der Hl. Messe dabei – der Pfarrer ist der kl. rote Fleck im Hintergrund. – Ich war allerdings nur ca. 10 Minuten dabei. Hab denen am Eingang „verspanischt“, dass ich die Messe besuche, sonst hätten die mich nicht hinein gelassen.



Weiter, weiter – immer leicht bergauf und dann — ja dann steht es plötzlich vor einem da … ein riesiges Ungetüm (der Herrgott möge mir verzeihen, das habe ich hier positiv gemeint), das sich sich auf einer Länge von 105 Metern und einer Breite von über 50 Metern erstreckt. Alleine schon den Namen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: CATEDRAL DE NUESTRA SENORA DE LA ASUNCION Y DE SAN FRUTOS … Eine gotische Kathedrale, die vor fast genau 600 Jahren erbaut wurde und über 160 bunte Bleiglasfenster aufweist. Außerdem sind nicht weniger als 23 Kapellen integriert. Zumindest für mich eine der beeindruckendsten Kirchenbauwerke, die ich je gesehen habe.






Ich hätte noch über 40 weitere Fotos, einen gewissen Eindruck hoffe ich aber, vermittelt zu haben. In Segovia gibt es übrigens weit mehr als 20 Kirchen, wobei es jede einzelne wert wäre, besucht zu werden (ich war lediglich in 7 drinnen). Der Großteil davon befindet sich in de Altstadt.
Ich machte mich weiter – quer durchs „Jüdische Viertel“ in Richtung Alcazar de Segovia.



Ich spare mir jetzt (vielleicht auch weil ich schon ordentlich müde bin) eine genauere Beschreibung. Interessant ist jedoch, dass dieses Schloss noch einmal 500 Jahre früher erbaut wurde, als die Kathedrale. Auf einem Bergrücken zwischen zwei Flüssen gelegen hat es allen Angriffen widerstanden. Ich musste – eh klar – die 152 Stufen zum Turm (jede davon lt. Beschreibung 25 cm hoch) auf mich nehmen. Bereut habe ich es nicht, weil die Aussicht von da oben einfach grandios war.








Insgesamt dauerte meine „Tour“ heute ganze 5 Stunden. Ans irgendwo „Zukehren“ war gar nicht zu denken, ich war einfach derart fasziniert von den Eindrücken, die ich auf Schritt und Tritt gewonnen habe. Am Weg zurück spazierte ich noch ein gutes Stück der Stadtmauer entlang und beneidete die Segovianer, wie schwindelfrei sie z. T. sein müssen …






Mehr als genug für heute – vegessts bitte nicht, die Fotos anzuklicken, sonst bleibt euch Wesentliches z. T. verborgen. – Morgen gehts mit der Bahn in 3-stündiger Fahrt in die eher unbekannte Stadt ALBACETE, ca. 250 km südöstlich von Madrid. Dort erwarten mich anscheinend ein bisschen höhere Temperaturen. Ob dem wirklich so ist und warum gerade A. —- das könnt ihr in meinem nächsten Blog mitverfolgen.

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