… aber das ist gut so, denn sonst hätte ich euch heute erzählen müssen, dass England seit einem Jahr einen König hat, dass die Engländer während des Tages im Durchschnitt 5 – 7 Tassen Tee trinken und dass das Essen in England grauslig ist (die ersten beiden Behauptungen stimmen, die dritte ist grundfalsch). Aber – ich hab ja zum guten Glück wieder etwas gefunden!
Let´s begin in the morning – so geht richtiges English breakfast (normalerweise wären noch so komische Würstchen und gekochte Tomaten dabei), evtl. auch abgebratene Champignons – das weckt die Lebensgeister!

Bin heute erstmals mit „Uber“ vom Hotel in Sheffield zum Bahnhof gefahren – ist eigentlich eine super Sache und wesentlich billiger als die herkömmlichen Taxis (für die Hinfahrt habe ich das Dreifache bezahlt). Für mich als Kunden angenehm, für die eingesessenen Taxifirmen vermutlich nicht so erfreulich. Aber es ist halt ideal, wenn ich auf die Minute weiß, wann das Taxi kommt und auf den Pence (oder halt Cent) genau mitgeteilt bekommt, was die Fahrt kosten wird – da gibt es dann kein hinauszögerndes Herumkurven mehr!
Die Fahrt in das ca. 140 km Luftlinie südöstlich von Sheffield gelege-ne PETERBOROUGH verlief super, in der 1. Klasse war ich der einzige Passagier und wurde dort (kostenlos) verwöhnt – aber da war es dann auch schon halb 2.

Was meine Hotelauswahl in P. betriff, die war wieder einmal genial. 8 Kilometer außerhalb aber günstig, das ist wichtig. Die Bustarife sind nach wie vor (so wie schon 2023) mit 2 engl. Pfund gedeckelt, um den Menschen in diesem Land (und den vielen Touristen aus Silz) ein wenig unter die Arme zu greifen. — Und jetzt komme ich nach einigen Ausschweifungen endlich zurück zu meiner Über-schrift:
Im Hotel, in dem ich übernachte, gibts nix zu essen. Daneben befin-det sich ein Restaurant, die Rezeptionistin hat aber gemeint, im Dorf (daran merkt man, wie weit außerhalb von P. ich bin) gäbe es ein kleines Pub, dort würde man super essen. „Left, left and left again“ hat sie gemeint. Die Trampel, hab ich mir gedacht, denn davon war keine Rede, es hätte heißen müssen „left, left and then right“. Aber da bin ich erst draufgekommen, nachdem ich eine Weile herum geirrt war und einen Hundesitter nach dem wirklichen Weg gefragt hatte. Wie auch immer, ein wahnsinnig nettes Pub aber … „Today we can only serve people that have a reservation“ – so der nieder-schmetternde Kommentar des Besitzers. Na bravo! Wieder einmal eingefahren! Allerdings: Kein Nachteil, wo nicht auch ein Vorteil. So bin ich ein bisschen durch dieses Dorf ALWALTON geschlendert und ich war begeistert.






Da habe ich doch glatt eine Zeit lang auf mein Abendessen vergessen, bin kreuz und quer durch A. (ca. 300 Einwohner) gewandert, bis in meiner Nähe plötzlich ein Hund (der Stimme nach muss es ein riesiger gewesen sein) anfing zu bellen. Für mich ein dezenter Hinweis, mich zu verkrümeln. The dog hörte nach einer Zeit auf, somit konnte ich meiner Fotografiererei weiter frönen. Ich konnte mich einfach nicht sattsehen an dieser Schönheit, Sauberkeit und handwerklichen Kunst. Bitte wieder anklicken, denn manche Fotos sind im Querformat aufgenommen worden.






Jaja, wirklich Glück, dass ich durch eine Verkettung diverser Umstände dieses Dörfchen gefunden und erforscht habe. Sonst hätte es heute mit Fotos eher „schlank“ ausgeschaut. — Morgen, am Bank Holiday Monday werde ich wieder irgendwo hin fahren, wohin, das weiß ich noch nicht aber ich werds euch berichten. — Aja, zu Abend gegessen habe ich letzten Endes dann auch noch – und zwar im Restaurant neben meinem Hotel …
Hinterlasse einen Kommentar