Seaside or countryside — NO, both of them!

Einen der Tipps, die ich gestern von diesem Schallplattenladen-Besitzer erhielt, habe ich heute sofort in die Tat umgesetzt: SALTBURN an der Nordseeküste war mein erstes Ziel. Diese 7000-Einwohner-Gemeinde liegt hoch über dem Meer und ist schon seit langem ein Geheimtipp für die Briten. Nein, nicht nur für die Briten, sondern auch für zwei Österreicher. Einer davon bin ich, der zweite ist … der Walter. – Walter? – Ja, der Walter, der da an vorderster Front in einem dieser wunderschönen Gebäude seit einiger Zeit ein Apartment gemietet hat. – Wie ich darauf komme? Nun, im Laufe meines Spaziergangs traf ich auf eine Horde Freiwilliger, die gerade die Blumenbeete, die sich am Abhang befinden, einpflanzten. Ich fragte eine x-beliebige Frau nach dem Weg – und jetzt schäme ich mich! Fragt sie mich nicht nach 2 oder 3 Sätzen: „Are you Austrian?“ Hätte ich jetzt sagen sollen: „Yes, I schäm myself for se schlecht English.“ Aber bevor ich irgend etwas sagen konnte, meinte die lady dass sie ihr Apartment an einen Österreicher vermietet hat (eben an den berühmten Walter), der würde genau so reden wie ich. – Bumm, das hat gesessen! Ich sag dazu jetzt gar nix mehr, bitte euch aber, von schäbigen Kommentaren auf facebook, Insta, Abstand zu nehmen. Auch keine Snaps bitte (für die über 20-jährigen: hat mit Alkohol nix zu tun).

Da die Ortschaft wesentlich höher liegt, als die Meerespromenade, hat man sich bereits 1884 etwas einfallen lassen und eine Art Lift/Standseilbahn gebaut, welche Saltburn mit dem Strand verbindet. Dieses lustige Werkl ist weltweit die 2.-älteste Bahn dieser Art, die nur mit Wasser betrieben wird. Bedauerlicherweise nach einem Brand vor zwei Monaten derzeit außer Betrieb.

„Drunten“ am Strand ist es recht einfach und romantisch: Es gibt den in Großbritannien üblichen Pier, es gibt ein paar Gschäftln und kleine Restaurants und – es gibt die Strandhäuschen, die sooo liab anzuschauen sind. Im Gegensatz zu denjenigen in Whitby (meine Reise 2023) sind die hier nur für jeweils einen Tag zu mieten.

Leider konnte ich mich nicht ewig in S. aufhalten, denn schon bald nach Mittag gings mit einem Zwischenstopp in York weiter nach HARROGATE. Die ca. 80.000 Einwohner können sich freuen, an solch einem Ort zu leben. An einem Ort mit viel Grün, hunderten Restaurants und – so wie Darlington – mit vielen, vielen Pubs, die das Rauchverbot und Corona überlebt haben. Schon im 16. Jhdt (!) war die gute Wirkung des Schwefelwassers bekannt und somit erlebte H. einen besonderen Aufschwung. Dass der Tourismus viel Geld in die Stadt gebracht hat, kann man all over Harrogate bemerken. Allerdings haben mir Bewohner aber auch erklärt, dass nicht wenige Menschen in Leeds arbeiten, dort gutes Geld verdienen und dann hier in H. große Häuser kaufen – i kannts nit ändern!

That´s it for today … eigentlich isches ja schon tomorrow. Also go I to bäd nau, you kän do wot you wont – mii egal !

2 Antworten zu „Seaside or countryside — NO, both of them!”.

  1. very interessting Mr. R. H.

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