… wird ja hoffentlich nicht mehr passieren. Denn so wie es ausschaut, wird dies mein letzter Bericht aus dem Vereinigten Königreich sein. Morgen gehts mit dem Eurostar in Richtung Frankreich, wo ich in der Nähe von Paris noch einmal übernachten werde. Am Samstag vormittags dann über Bellegarde, Genf und Zürich retour zu meiner lieben family. Die Wiedersehensfreude wird eine große sein …
Habe mich heute wieder ziemlich früh auf den Weg gemacht, um ein paar Dinge, die auf meiner „to do“-Liste standen zu „erledigen“. Bei dieser Gelegenheit hat sich dann auch das eine oder andere Zufallsbild ergeben – – – ich möchte euch an meinem letzten UK-Tag (für heuer) teilhaben lassen.



Die Firma „James Smith & Sons“ gibt es bereits seit 1830 und gilt somit als das älteste Schirmgeschäft der Welt. Ein wirklich exklusiver Laden – die Schirme gibt es da ab ca. 100 engl. Pfund aufwärts, ich habe aber auch Exemplare um 495 Pfund (!!!) gesehen.
Um zum „Mercato Mayfair“ zu gelangen, steigt man in der U-Bahn-Station Bond Street aus und kommt beim wunderbaren Kaufhaus „Selfridges“ vorbei – alleine schon die Außenansicht und der Haupteingang sind eine Augenweide!



Und was ist am Mercato Mayfair so besonders? – Nun, in diesem Gebäude wurde früher gebetet aber so wie viele Kirchen in Großbritannien hat auch diese hier einen neuen Verwendungs-zweck als Unterhaltungstempel mit Restaurants auf mehreren Ebenen bekommen:

Traurig? Vernünftig? – Ich möchte es nicht beantworten, wahr-scheinlich von beidem ein bisschen … Aber ich habe noch eine Kirche gefunden. In der wird zwar nach wie vor gebetet, so wie es aber ausschaut, ist der Kaffeehausbetrieb zwischenzeitlich der wichtigere Faktor:



Es gibt auch heute noch eine unheimliche Zahl an Kirchen in Großbritannien, besonders wenn man bedenkt, dass im 16. Jhdt. unter der Regentschaft von Heinrich VIII tausende Klöster und Kirchen dem Erdboden gleichgemacht wurden, weil er von Rom bzw. vom Papst nichts mehr wissen wollte. Im Laufe der letzten paar Jahrzehnte haben hunderte weitere Gotteshäuser ihre Pforten schließen müssen. Sie wurden zum Glück aber nicht abgetragen, sondern zu Wohnungen, Geschäftshäusern, Büro-gebäuden und eben Restaurants usw. umgebaut. Zum Teil sogar mit recht gut gelungenen architektonischen Lösungen.


Dann ist mir heute doch glatt noch einer der originalen roten Doppeldecker-Busse begegnet. Die wurden aus Umweltgründen nach und nach ausgemustert und ab 2012 durch die neuen Hybrid-Busse ersetzt. Diese wurden liebevoll „Boris-bus“ genannt, nach dem damaligen Londoner Bürgermeister Boris Johnson (interessanterweise werden hierzulande überhaupt Politiker bei Diskussionen, Zeitungsschlagzeilen usw. mit dem Vornamen erwähnt). Ihr könnte euch jetzt selbst ein Bild machen, welcher der beiden Busse „schöner“ ist – übrigens gab es jahrelang das Gerücht, die EU habe die hinten offenen Busse verboten, weil das viel zu gefährlich sei.


Noch etwas musste ich heute kontrollieren, ob es wirklich stimmt: In ganz Großbritannien gibt es angeblich eine einzige Straße, in der RECHTS gefahren wird. Und es stimmt! Es ist die Zufahrt zum Savoy-Hotel, hier der Beweis:

Das hat auch einen Hintergrund, aber den verrate ich euch heute ausnahmsweise einmal nicht!
Anyway, am späteren Nachmittag ist mir dann noch etwas passiert, und das ausgerechnet am letzten Tag in England. Nur einen einzigen Augenblick war ich unaufmerksam, eine falsche Bewegung und es war geschehen. Es tut mir ja so leid und ich habe mich gleich bei vielen Leuten entschuldigt:

Das Schlimme (oder Nette) an der Sache war aber, dass ich eigentlich ein Selfie machen wollte. Unsere Tochter meint, ich würde das zwischenzeitlich eh recht gut können. Aber diese beiden Engländer-Gitschen haben mich doch glatt gefragt, ob sie ein Foto von den Telefonzellen mit mir machen sollen. Wahrscheinlich haben die geglaubt, dass der Alte ja eh zu patschert ist … danke Mädels!
Jaja … die Zeit des Abschieds naht.
Ich möchte diese Gelegenheit nun nützen, um meiner eigenen Familie, meiner Schwester und meinen Schwiegereltern ein ganz, ganz großes, von Herzen kommendes D A N K E zu sagen. Sie haben es wiederum ermöglicht, dass ich in den vergangenen 5 Wochen in Spanien und Großbritannien diese wunderbaren, bleibenden, nicht mehr auszulöschenden Eindrücke gewinnen habe dürfen. Ganz besonders meine Frau hat viel Nachteiliges in Kauf nehmen müssen, denn Rasenmähen und Ähnliches sind normalerweise schon eher meine Aufgabe. – DANKE! – So ganz ist das Abenteuer INTERRAIL ja noch nicht vorbei. Nach einer Woche „Heimaturlaub“ kommt der Urlaub mit Daniela – 18 Tage Andalusien – per Bahn und Mietauto. Sollte es sich zeitlich ausgehen, werdet ihr wieder von mir / von uns hören.
Zum Schluss noch ein paar Dinge, die mir heute in London so aufgefallen sind:












P. S.: Ich habe noch ziemlich einige Kuriositäten auf Lager – wenn alles „normal“ läuft, werde ich euch diese morgen abends zusammenstellen.
P. P. S.: Vielen Dank auch noch an dieser Stelle für die vielen netten Kommentare auf wordpress, per WhatsApp und per Mail.
euer
reinigoesinterrail

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