Eigentlich ein bissele gemein, wenn ich in der Früh aus dem Fenster schaue und es findet sich keine einzige Wolke am Himmel – das war in den letzten Tagen nicht immer so. Obwohl ich mich ja wirklich nicht beklagen darf: An insgesamt 35 Tagen (davon 3/4 in Großbritannien) bin ich nur ein einziges Mal ein bisschen nass geworden – war aber nicht der Rede wert. Allerdings: Für die kurze Hose war es nur an einem einzigen Tag warm genug (und der war nicht etwa in Spanien, nein in England!) – verkehrte Welt!
Apropos Handy: Da fahre ich (weils halt doch um einiges billiger ist, als das Taxi) mit dem Bus vom Hotel zum Bahnhof. Um auf den Bahnsteig zu gelangen, muss man den Code vom Handy scannen oder (was eigentlich fast überall der Fall ist) einem Angestellten zeigen. WO IST DAS HANDY? Verdammt noch mal: WO IST DAS HANDY? – Da schwirren einem plötzlich 100 Gedanken durch den Kopf: Hats mir im Bus – während ich mit dem Fahrer sprach – jemand gepfladert? Der Bus war voll, ich musste dicht gedrängt stehen – hats mir da jemand entwendet? Oder vielleicht doch im Hotel liegen gelassen? Jedenfalls stand glücklicherweise ein Taxi vor dem Bahnhof – Koffer hinein – Taxler zum Hotel geordert – eine Schlüsselkarte wurde mir gleich ausgehändigt – hinauf ins Zimmer # 106 und dann … die große Erleichterung: Da lag das Handy am Schreibtisch. Weil ich mirs ja zum Auschecken eh extra hergerichtet habe. Und da habe ich mich sofort an den 18. April 2023 erinnert, wo ich gleich am ersten Tag mein Handy im Mäci angebaut hatte. Was sind den das für interessante Zufälle? 2023 am ersten, 2024 am letzten Tag. Zum guten Glück ist mein Blutdruck innerhalb kürzester Zeit von wahrscheinlich 200 wieder „auf normal“ gesunken.
Mit dem Zug gings dann von Elstree zur Kings X station in London. Das könnte man bei uns auch umsetzen:



Zusätzlich gibt es dann noch eine Anzeige, wo die Toiletten sind und ob sie frei oder besetzt sind – gute Idee!
Der Eurostar ist letzten Endes mit fast einer Stunde Verspätung von London abgefahren – warum man bei einer der vielen Kontrollen gerade mich herausgeholt und genauestens durchsucht hat (vorne, hinten, oben unten, dann umdrehen und das Ganze noch einmal) entzieht sich meiner Kenntnis. Sogar mein Handy haben die durch einen Spezialscanner befördert!?! Vermutlich hat es sich halt doch bis London herumgesprochen, dass ich in einem Hotel einmal 3 Beutel „Yorkshire Tea“ mitgehen habe lassen?
Einmal in Paris angekommen, merkt man sofort einen großen Unterschied: In England laufen an den Bahnhöfen ununterbrochen Angestellte herum, die einem behilflich sind. In Paris? Fehlanzeige!
Dann mein Hotel. Gscheiderweise wieder eine halbe Bahnstunde außerhalb (in Creil) – wo bin ich da nur gelandet? Der Bahnhof: „Riesig“. Der Bahnsteig: Geschottert. Das Hotel: Türe versperrt, nach mehreren Minuten kommt eine Frau – die sperren aus Sicherheitsgründen nämlich immer schon ab 18:00 Uhr zu. Das Zimmer: Ebenerdig, winzig, stinkig – das ganze für drei Sterne und 85 Euro (ohne Frühstück). Mein Abendessen: Fish and Chips, na eher water and crisps (das Restaurant ist geschlossen, wahrscheinlich für immer, im Dorf gibts nix).



Aber egal, morgen in der Früh gehts eh ab in Richtung Zivilisation.
So, jetzt sind meine Erzählungen doch viel länger geworden, als ich gedacht hatte. Deshalb mach ich die Kuriositätensammlung ein wenig kürzer. Keine Angst, auch den Rest werdet ihr noch erfahren!








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