… der uns an einen Ort geführt hat, der nicht eingeplant war, uns aber wunderschöne Eindrücke vermittelt hat.
Begonnen hat der heutige Tag jedoch mit einem schönen Sonnenaufgang, von unserem Zimmer aus beobachtet (siehe oben).
Es schaut halt alles viel, viel schöner aus, wenn die Sonne das Spiel der Farben so gut ergänzt. Deshalb zu Beginn noch einmal einige Fotos aus bzw. von JIMENA DE LA FRONTERA bevor wir dieses Städtchen verlassen mussten. Oberhalb von J. de la F. befindet sich ein interessantes Aussichtstürmchen, weiter unten haben Korkeichenbauern ihre abgelösten Rindenstücke für den Weitertransport in die Korkfabrik gelagert.







Dann kam der oben erwähnte Zufall ins Spiel: Da im Hotel kein Frühstück angeboten wurde, beschlossen wir, auf der Fahrt in Richtung Gibraltar eine Bar aufzusuchen. Die fanden wir dann in CASTELLAR DE LA FRONTERA, wo wir in einem netten Lokal knapp über 8 Euro für zwei Frühstücke bezahlten.
Beim Spaziergang durch dieses erst vor 50 Jahren neu angelegte Dorf erspähten wir dieses Wandbild:

„Ja, wenn das so ist“, dachten wir uns, werden wir die 2 x 11 Kilometer Umweg natürlich auf uns nehmen. – Zum guten Glück kann man sagen, denn was wir zu sehen bekamen, hat sich mehr als gelohnt: Eine Burg aus dem 13. Jahrhundert, rundherum zum Teil auf Felsen gebaute Häuser des „alten“ Dorfes in Gassen, die aufgrund ihrer Enge nicht befahren werden können sowie einen Stausee, der offensichtlich an mangelnder Wasserzufuhr leidet. Jedenfalls ein weiterer Zufallstreffer, der schöner nicht hätte sein können …














Was dann noch folgte, war ein unumgänglicher Besuch in GIBRALTAR. Da G. ja zum Vereinigten Königreich gehört und die Briten vor einigen Jahren aus der EU ausgetreten sind, werden an der Grenze Spanien/Gibraltar wieder Grenzkontrollen durch-geführt. Diese bringen z. T. lange Wartezeiten mit sich, was uns besonders bei der Rückfahrt nach Spanien schon einigermaßen aufgehalten hat.
Und wenn man schon in „Großbritannien“ (irgendwie komisch) ist, was isst man? – Natürlich fish & chips, die allerdings lange nicht so gut schmecken wie im Mutterland. – Bei den Kennzeichen wurden nach dem Brexit die Sterne entfernt, GBZ bedeutet „Great Britain Zone“. – Tanken kann man auch noch recht günstig, ein Liter Superbenzin kostet 1,28 Euro.


Eine Umrundung des Felsens bis an den südlichsten Punkt gehört natürlich auch dazu, genauso wie ein Bummel durch die High Street, gespickt mit hunderten Geschäften, Banken, Büros usw.






In den nächsten 4 Tagen sind wir dann in der Nähe von ESTEPONA untergebracht, um ein paar Stunden am Strand genießen zu können. An der Küste östlich und südwestlich von Malaga sind die Auswüchse des Tourismus ganz besonders krass zu sehen. Tausende Appartements kleben an den Hängen, manchesmal architektonisch ansprechend, sehr oft aber fürch-terlich gestaltet (= meine persönliche Meinung). Das Ganze Kilometer um Kilometer und das Schlimme daran (auch wenn viele Arbeitsplätze vom Tourismus abhängen): Nach wie vor stehen überall die Kräne, denn es ist offenbar immer noch nicht genug.


Ich weiß sehr wohl, dass auch wir ein Teil dieser „Industrie“ sind, man muss uns aber zugute halten, dass wir zumindest nicht mehrmals im Jahr wochenlang hier Urlaub machen. Besonders in Spanien steigen die Einheimischen schon längst auf die Barrikaden: Die Gründe werden unerschwinglich, die heimische Kultur geht verloren und last but not least, die Trinkwasserreserven stellen stellenweise schon ein riesiges Problem dar. – Naja, schwieriges Thema!
Bis wir am Freitag zum Abschluss nach RONDA fahren, werde ich mich nur sporadisch melden, außer der Zufall beschert uns wieder einmal Besonderes …
Saludos de Espana!

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