Dass ich gestern am späten Nachmittag in VALENCE angekommen und dementsprechend heute auch dort aufgewacht bin, ist eh klar.

Nicht so klar dürfte aber sein, dass die Franzosen – wenn sie auf einen Zug warten – offensichtlich recht fleißig dem Nikotin frönen. Ein Blick auf die Geleise spricht Bände!

Glück gehabt – gerade noch den Kopf zurückgezogen, denn …

… der TGV war wieder im Anmarsch.
Die folgenden 4einhalb Stunden waren leider ein Weltschmarrn – warum?
Wie du in dem 6-Sekunden-Video unschwer erkennen kannst, war neben mir kein Fenster (dafür blendete die Sonne vom vorderen Nachbar seinigen auf mich), zudem saß ich gegen die Fahrtrichtung- Aber, was solls, auch diese Zeit verging wie im Fluge wie halt so beim Bahnfahren und so erreichte ich um 1/2 3 den Bahnhof Barcelona Sants.
Was die Franzosen nicht so genau nehmen, machen die Spanier umso genauer: Hab euch ja schon letztes Jahr erzählt, dass vor den Fahrten mit einem Fernverkehrszug das Gepäck wie an einem Flughafen kontrolliert und durchleuchtet wird. – Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich: Nach der Kontrolle befindet man sich in einem abgeschlossenen Bereich, in dem sich ewig lange Schlangen von Menschen bilden, die darauf warten, zum Zug gelassen zu werden:


Zur Klarstellung: All diese Leute warten auf ein-und-denselben Zug! Das Interessante daran ist, dass die Sperren erst ca. 10 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt geöffnet werden. Nachdem fast jede/r zumindest einen Koffer mit hat, könnt ihr euch vorstellen, wie es dann in den Waggons zugeht, wenn alle ihre Koffer verstauen und den Sitzplatz suchen müssen. Ohne Reservierung kommt man übrigens in keinem Fernverkehrszug mit. Das hat natürlich den Vorteil, dass es nie Passagiere gibt, die stehen müssen.


Diese AVE-Hochgeschwindigkeitszüge der spanischen Bahngesellschaft RENFE sind ja wirklich der Hammer. Ohne ein einziges Mal stehen zu bleiben, legen sie die 621 km lange (komplett neu gebaute) Strecke in exakt zweieinhalb Stunden zurück. Spanien hat das längste Hochgeschwindigkeits-Streckennetz Europas und weltweit das zweitlängste nach China.
So, genug der Gscheid-Tuerei, dass ich am Bahnhof …

… angekommen bin, ist ja eh schon kein Geheimnis mehr. Ich will euch ja nicht mehr länger auf die Folter spannen: Morgen schreib ich euch, wie lange meine heurige INTERRAIL-Reise dauert und wo sie letztendlich hingehen wird … Also: Stay tuned!
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