Das war heute im wahrsten Sinne des Wortes ein „interessanter“ Tag, obwohl eigentlich außer Bahnfahren und Regen gar nicht viel los war — aber:
a) das Wetter b) das Essen c) der falsche Bahnhof d) das Hotel e) der Streik
DAS WETTER: Im Grunde genommen war der Übergang eh nicht allzu abrupt: Am Montag hatte es in Evora noch an die 30 Grad, gestern war es den ganzen Tag über bedeckt, relativ windig und knapp unter 20. Aber als ich dann heute am späten Nachmittag in Porto ankam und herausfand, dass das Thermometer hierzulande 13 Grad anzeigte während es in Silz satte 25 hatte – das hat mich dann doch etwas nachdenklich gemacht.


DAS ESSEN: Von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr habe ich die gesamte Zeit mehr oder weniger im Zug verbracht. Meiner lieben Frau gehorchend und auf meinen Blutzuckerspiegel achtend habe ich mir statt Toast und Cola im Zug einen Salat und ein agua sem gas besorgt. War zwar teurer als ein Toast oder Sandwich, dafür aber – so sagt man halt – gesünder! – Super, gell?!?

Das war aber noch nicht alles: Im Hotel angekommen ließ mich die Rezeptionistin wissen, dass es kein Restaurant gäbe. Das nächstgelegene wäre so ca. zwei Kilometer entfernt. Aber – und jetzt kommts: Es gäbe einige Snacks, die sie tiefgekühlt vorrätig hätten. OK, OK, dann leben wir halt noch einmal gesund und bestellen eine vegetarische Lasagne. Was dann da aus der Mikrowelle kam, schaute irgendwie gewöhnungsbedürftig aus. Um ehrlich zu sein – wie ein zwei Zentimeter hoher eingefärbter Kuhfladen …

Die Aussicht hier ist auch nicht gerade atemberaubend – auf die rechte Seite der wunderschöner Blick auf eine – auch jetzt um 00:55 Uhr Silzer Sommerzeit noch durchgehend befahrene – Stadtstraße. Auf die linke Seite Gebäude, die eher keinen Zweck mehr erfüllen und dem Vernehmen nach NICHT zum Hotel gehören …


DER FALSCHE BAHNHOF: Nachdem ich in Porto in einen vollbesetzten Vorortezug eingestiegen war, meinte meine UBER-App, dass es günstiger wäre, nicht bis zu der von mir geplanten Station zu fahren, sondern schon eine früher auszusteigen. – Holaus gehorcht, aber: What the hell soll ich an diesem Bahnhof??? Eine ewig lange Stiege den schweren Koffer samt Laptop-Tasche hinauftragen (1), auf der anderen Seite wieder hinunter (2) und dann einen endlos langen Weg (3), der mich vielleicht nach Stunden zu einem Uber-Taxi führt? Nicht mit mir! – Obwohl es von der Autobahnbrücke überall herunterrinnt und -tropft, wartet man halt auf den nächsten Zug, um 3 Minuten bis zur nächsten Station weiter zu fahren – das hat sich ja super gelohnt!

DAS HOTEL: Hab ich z. T. eh schon beim Abschnitt „ESSEN“ beschrieben. Wenn mich nicht alles täuscht, so hat das Zimmer allerdings nicht – wie im Internet beschrieben – 20 m2 sondern eher nur 11 oder 12 – aber, was solls?
DER STREIK: Zu allem Überfluss bekomme ich heute nachmittags dann auch noch eine Meldung von „RailEurope“ (da habe ich Sitzplatzreservierungen gebucht), die besagt, dass die französischen Bahnen vom 5. bis 11. Mai streiken werden und man kostenlos umbuchen kann. – JA, SPINNEN DIE??? – Ich habe für den 6. bzw. 7. Mai die Strecken Hendaye-Bordeaux und Bordeaux-Straßburg gebucht. Muss ich etwa in Spanien überwinternsommern??? Kann mich wer holen kommen??? Hat denn niemand Mitleid mit mir???
Verd….. Sch…. —— stayzma trotzdem tuned!

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