England – mit 3 Tagen Verspätung …

Sosehr ich am Donnerstag in der Früh noch irgendwie niedergeschlagen war, dass ich den 2. Teil meiner Interrail-Reise aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten habe können, so dankbar bin ich jetzt, dass mir heute, Sonntag früh, mein Körper signalisiert hat, dass es nun doch losgehen kann.

Dass ich die Fahrtzeit von der Sattlergasse bis zum Landecker Bahnhof – keine Ahnung, warum – falsch eingeschätzt hatte, wurde mir schon nach wenigen Augenblicken klar. Und so gab es (alle Ordnungshüter bitte die nächsten 2, 3 Zeilen überspringen!) in den Dörfern, auf der Bundesstraße, der Autobahn und in den Tunnels ausnahmsweise einmal KEINE Geschwindigkeitsbeschränkungen. Nicht nur einmal tappte meine Beifahrerin (= my wife) verzweifelt in alle Richtungen, um sich irgendwo anhalten zu können … Aber das geht halt wirklich nur an einem Sonntag um 5 Uhr in der Früh!

Zu guter Letzt stand ich dann um 05:17 Uhr am Bahnsteig 2, als auch schon der Nightjet neben mir auftauchte …

… und pünktlich um 05:20 Uhr abfuhr.

Etwas „geschlaucht“ machte ich es mir in meinem Abteil mit einer Slowakin und einer Uruguayanerin gemütlich, d. h. ich machte es mir so gut es ging gemütlich, denn … die eine der beiden belegte 3 von den 6 Sitzplätzen, die andere 2 – so blieb für mich noch …. genau: EINER. Die exakt drei Stunden bis Zürich vergingen trotzdem recht schnell. Auch deshalb, weil diese alten Schnellzugwaggons (obwohl 2. Klasse) vom Komfort her den heutigen Railjets um nichts nachstehen.

Etwas mehr als eine halbe Stunde Wartezeit und schon gings weiter mit dem TGV-LYRIA mit nur 3 Zwischenstopps nach Paris. Dieser französische Hoch-geschwindigkeitszug scheint wirklich der schnellste aller regelmäßig verkehrenden Züge Europas zu sein:

Und wieder eine punktgenaue (besser gesagt: minutengenaue) Landung (besser gesagt: Ankunft) im Bahnhof Gare de Lyon. Ein U-Bahn-Ticket hatte ich schon, dazu etwas später. Das war auch gut so, denn ich war „in a hurry“, 17 Minuten später sollte ich lt. Anweisungen schon in der Gare du Nord beim EUROSTAR einchecken. Aber auch die Franzosen essen nicht so heiß wie sie kochen – ich war erst nach 25 Minuten dort und das war auch kein Problem, obwohl die diversen Kontrollen schon einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

Übrigens: Wer nach Großbritannien fährt/fliegt braucht seit April unbedingt die sog. ETA, eine elektronische Reisegenehmigung, die man per App erwerben muss (Kosten: 16 engl. Pfund).

Wieder was dazugelernt, gell …

Wieder zurück zum EUROSTAR – auf die Minute pünktlich in Paris abgefahren und ebenso pünktlich in London/St. Pancras angekommen!

Jetzt etwas, das ich eigentlich mit Schriftgröße 2 schreiben müsste: Saß ich dann doch glatt im falschen U-Bahn-Zug in Richtung Paddington. ICH als alter Esel, als einer, der schon unzählige Male London unsicher gemacht hat — eine Schande! Zum guten Glück hörte ich bevor sich die Türen automatisch schlossen noch die Ansage, die mich blitzschnell das Weite suchen ließ!

Aber: Ende gut, alles gut – 2 x Auto, 2 x U-Bahn, 4 Züge und schon bist du von der Sattlergasse im Hotel in Swindon. Apropos Swindon deshalb, weil morgen in der Nähe das COOPERS HILL CHEESE ROLLING stattfindet und das will ich mir nicht entgehen lassen. C.H.C.R. – was ist das? Entweder googeln, oder bis morgen abends warten!

Aus diesem Grunde heißt es morgen sehr früh aus den Federn (die Engländer haben ja wieder einmal „Bank Holiday“) weswegen ich euch die Geschichte mit dem Pariser U-Bahn-Ticket (hoffentlich) ein anderes Mal erzähle.

Stay tuned!

Naa, ganz kann ich es doch nicht lassen, denn ich habe wieder einmal etwas interessantes entdeckt: Die Briten (die spinnen ja bekanntlich) brauchen doch glatt einen Plan für die Zugtoilette:

… ist doch cool, oder?

2 Antworten zu „England – mit 3 Tagen Verspätung …”.

  1. what about YOU???

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  2. Very exciting adventures. Now enjoy the time in your England, but take care. Cheeeeers.

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