Nachdem mit einiger Verspätung auch die österr. Medien draufgekommen sind, dass es am vergangenen Sonntag ein „cheese rolling“ am Coopers Hill gegeben hat …


… muss ich jetzt auch mit der Sprache raus:
NATÜRLICH war ich bei dieser Veranstaltung (siehe meinen Blog von vorgestern „JA, sie spinnen wirklich, die Engländer“) nicht nur als Zuschauer dabei. Ich habe mich doch glatt überreden lassen, beim Seniorenbewerb mitzumachen. War nicht so schwer, statt der 180 Meter waren es in meinem Bewerb nur 5 Meter. Und jetzt kommts: Da ich in meiner Klasse der einzige Österreicher war, haben sie mir sogar als Preis eine kleine cheese-Auswahl in die Hand gedrückt … Glück muss man haben!

Gehen wir wieder zum heutigen Tag: „Rain by seven, nice by eleven“ hat mir ein lieber ehem. Kollege geschrieben und er hatte recht. So richtig „nice“ war es zwar erst am Nachmittag, aber trotzdem.
Die Great Western Railways haben heute nicht ihren besten Tag gehabt – das stand 10 Minuten vor der geplanten Abfahrt meines Zuges auf den Anzeige-Monitoren:

Na Sch…. dachte ich mir, der nächste geht ja erst in einer Stunde. Eine Nachfrage beim Ticketschalter ergab das gleiche Ergebnis: ZUG FÄLLT AUS. Als ich gerade weggehen wollte, rief ein älterer Herr von der anderen Seite herüber, dass der Zug doch – wie geplant – fahren würde. Die Lautsprecherdurchsagen ließen im Minutentakt wissen, dass der Zug ausfallen würde, und so stand es auch bis 8 Minuten nach 9 auf den Monitoren. /// Verwirrung pur /// Und siehe da – um 11 Minuten nach 9 kam mein Zug daher, wie aus dem Nichts.

Da soll sich noch einer auskennen! – Ich habe heute übrigens erfahren, wozu diese Leitungen, die zu den Rädern führen, gut sind.

Schnee gibt es ja in dieser Gegend so gut wie nie. Aber: Die Briten haben riesige Probleme, wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen. Die Züge fahren drüber, die Blätter kleben auf den Schienen und somit gibts Probleme auf Steigungen, beim Bremsen und Beschleunigen. Um dem entgegen zu wirken, wird Sand, aus einem Behälter durch die Leitungen direkt vor die Antriebsräder geblasen. Wie groß die Probleme sind, zeigt die Tatsache, dass sie hier sogar eigene „leaf-fall-timetables“ haben.
Jetzt aber endlich zu dem, was ich heute gesehen habe und ich muss sagen, das war wunderschön! Nach einer dreiviertelstündigen Zug- und einer halbstündigen Busfahrt spazierte ich mehrere Kilometer weit zu den beiden Dörfern LOWER SLAUGHTER sowie UPPER SLAUGHTER und wieder zurück. „Slaughter“ heißt übersetzt „schlachten“, aber das möchte ich jetzt nicht näher ausführen. Ich hatte wieder einmal das Glück, dort zu sein, bevor die Horden von Touristen einfielen. Unter „Horden“ meine ich in erster Linie die Amerikaner und die Chinesen/Japaner.
Die Namensgebung ist ja nicht besonders einfallsreich, aber es gibt auch bei uns (in der Steiermark) ein „Großklein“ und ein „Kleinklein“. Jedenfalls hat jedes der beiden Dörfchen ca. 200 Einwohner. Eigentlich hätte ich mir gedacht, die wären angepisst von all den Touristen, die 1000 Mal am Tag in ihre Gärten und Hauseingänge hineinfotografieren. Aber nein – ich habe mit mehreren Bewohnern gesprochen und allesamt waren äußerst freundlich und auskunftsbereit.
Ich möchte nun wieder einmal nicht Worte, sondern Momentaufnahmen wirken lassen – schaut euch die Bilder an und ihr könnt vielleicht nachvollziehen, welchen wunderschönen Flecken Erde ich heute besuchen durfte …











Da kann ich nur noch sagen: Stay tuned!

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