2 Tage nur Kaaas!

Vorgestern habe ich angedeutet, dass es eine Erklärung gibt, warum ich MERIDA gestern erst um 15:22 Uhr verlassen habe. Nun, im Wissen dass JAEN (wo ich jetzt für 3 Tage stationiert bin) ohnehin nicht zeitgerecht erreichbar sein wird, habe ich mich für eine Zwischenübernachtung in PUERTOLLANO entschieden.

Dass der Zug ab MERIDA schon mit Verspätung abgefahren ist (in Spanien langsam üblich) ging ja noch. Während eines Nickerchens tippte mir jedoch der Schaffner auf die Schulter und meinte: „xx3y%/ xx =§(& xxxx *#?/&x xxx.“ Keine Ahnung ob ich nun im Lotto gewonnen hatte, ob ich aussteigen muss oder was auch immer. Jedenfalls stand der Zug irgendwo im Freiland. Etwas ähnlicher sagte er zu einem jungen Herrn schräg hinter mir, den ich dann fragte, ob er englisch sprechen würde. Er bejahte (was in Spanien NICHT alltäglich ist) und erklärte mir in tadellosem Englisch (er ist Dolmetscher) dass der Zug eine Panne hätte.

Interessanter weise gings aber trotzdem bald weiter – mit Zug reparieren, da sind sie offenbar schnell, die Spanier! Trotzdem kam ich mit erheblicher Verspätung in P. an, kein Taxi, auch nicht am Telefon, also caminata, caminata (wandern) – der Tag und der Abend waren gelaufen! Dann noch – wie gestern in meinem Mikro-Bericht erwähnt – das schlechte Internet, das hat endgültig gereicht!

24. April: PUERTOLLANO — CORDOBA — LINARES/BAEZA — JAEN

6 Uhr Tagwache, 7 Uhr schnell frühstücken, um 20 vor 8 im Sauseschritt zum Bahnhof (die Rollen meines Koffers tun mir eh schon lange leid). Hätt ich mir sparen können, der Zug nach CORDOBA hat 10 Minuten Verspätung. Von Cordoba aus Weiterfahrt nach LINARES. Aber: Nicht mit dem Zug, sondern mit dem

Der war wider Erwarten sogar eine halbe Stunde früher in LINARES als es der Zug gewesen wäre, d. h. Wartezeit für mich zur Weiterfahrt nach JAEN nicht wie gedacht eineinhalb Stunden, sondern zwei solche. Nach langem Herumgesumse am Bahnhof dann diese Anzeige:

Naja, dann warten wir halt noch eineinviertel Stunden länger. So gegen 16:00 Uhr bin ich dann im Hotel eingetrudelt. War vom Herumsumsen so müde, dass eine Siesta notwendig war. Abends ein paar Tapas – so war der Plan. Auf der Suche nach einer geeigneten „cerveceria“ dann einsetzender Regen – Suche abgebrochen – wo bin ich gelandet?? – Ich schäme mich so sehr!!

Ich mag dieses Zeugs zwar eh lieber als beim Mäci, aber in Spanien??!!?? – Das passiert mir hoffentlich nicht mehr! — Fazit: Tapas 0 %, Nässe 100 %.

Könnt ihr jetzt verstehen, warum ich die heutige Überschrift gewählt habe?

Kurz noch zum landschaftlichen Aspekt: Gestern ging die Fahrt durch sich ewig erstreckende, gleich ausschauende Gebiete, z. T. mit immer wieder auf-tauchenden „Tafelbergen“,

heute hingegen gabs nur Olivenbäume, Olivenbäume und noch einmal Olivenbäume zu sehen …

Ausblick: Unweit von JAEN findet in ANDUJAR ein mehrtägiges Fest zur Marien-verehrung statt, welches 1000e Besucher anzieht. Das werde ich mir auch geben, hab heute schon ein Zugticket Busticket dorthin gelöst. Hier im Süden sind nämlich immer noch viele Bahnstrecken unterbrochen und zwar seit den schlimmen Regenfällen im heurigen Jänner/Februar.

Buenas noches!

Hinterlasse einen Kommentar