Geplant hätte ich eine Fahrt mit dem Bus in das eine oder andere nahegelegene Dorf. Die Dame an der Rezeption hat meine diesbezügliche Frage nach Buslinien jedoch kurz und bündig mit „Da müssen sie halt in der Busstation nachfragen“ quittiert. Und die ist ca. 30 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt. – Na dann halt nicht!
Macht nichts, es gibt ja in BADAJOZ – abgesehen von der Stadtmauer – auch noch eine Menge Sachen zu sehen.
So zum Beispiel — richtig geraten — die Kathedrale! Vorerst einmal ein Beweisfoto und ein Blick zum Hochaltar.


Überall, wo es möglich ist, muss der Holaus natürlich auf den Kirchturm hinauf – von dort hat man nun einmal den besten Blick über ein Dorf / eine Stadt. Der unmittelbare Zugang zu den Glocken macht das Ganze natürlich noch ein wenig interessanter.


Aber auch NICHT Alltägliches erschließt sich dem Besucher bei genauerem Hinsehen: So gibt es nun endlich den Beweis dafür, dass die Hl. Familie – wenn schon nicht motorisiert war, so doch ein mobiles Transportmittel zur Verfügung hatte – davon war bisher im Weihnachtsevangelium nie die Rede!

Oder – an der Außenseite der Kathedrale – der Heilige Josef (vermute ich halt – Kidane bitte korrigieren) mit Kind und einem eher ungebetenen Gast.

Dann noch die Beichtstühle – der neue lässt einiges an Liebe zum Detail vermissen …

… der ältere schaut schon ein bisschen besser aus (der Geschmack liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters!) und ist sogar mit einem Spot ausgerüstet. Hat man damit früher etwa die Beichtenden geblendet, damit sie nicht sehen konnten, ob sie WIRKLICH mit dem Pfarrer gesprochen haben? – Wer weiß?


Und dann, ja dann wären da noch die beiden Haltegriffe. Meine diesbezügliche Vermutung: Je nach Ausmaß der Buße mussten sich die Beichtenden festhalten, um nicht umzukugeln. – Andere Vermutungen gerne per WhatsApp oder Mail an mich!

Fast hätt ichs vergessen: Auch mit 50+ lernt man nie aus. Hat jemand von euch z. B. schon einmal gesehen, dass es bei einer Stiege (hier bei der Turmbesteigung) sogar eine „Fußgängerampel“ gibt, die anzeigt, ob gerade jemand entgegenkommt? – Ich jedenfalls nicht! Ist aber sehr vorteilhaft, weil ein aneinander Vorbeikommen fast unmöglich ist.

Was habe ich in BADAJOZ noch Besonderes gesehen? Einmal das Stadttheater – heute offensichtlich mit einer Schul-Aufführung.

Oder die recht eigenwilligen Objekte, die statt der bei uns gebräuchlichen „Hütchen“ verwendet werden, um etwas abzusperren – die stehen nämlich GLEICH da, auch wenn sie umfallen.

Auch noch interessant: In der 1859 erbaute Stierkampfarena fand das „Massaker von Badajoz“ statt, bei dem während des Spanischen Bürgerkriegs im Jahr 1936 fast 4000 Menschen hingerichtet wurden. Schon 1967 wurde wenige hundert Meter entfernt eine neue Arena gebaut, in der heute noch Stier-Schlachtungen stattfinden. Die Preise für das blutige Spektakel können sich wahrlich sehen lassen (März 2026). – Weils gerade da steht: Mir gefällt der Ausdruck, den die Spanier für „Pensionisten“ haben (siehe 3. Zeile von unten): „JUBILADOS“ – ist doch nett, oder?


Die alte Stierkampfarena wurde dann im Jahr 2000 abgerissen, stattdessen hat man ein modernes Kongresszentrum erbaut, wobei die äußere Form nicht von ungefähr so gewählt wurde.

Gestern schon war die Rede von den Tauben – man sehe selbst! – P. S.: Ich bin auch heute wieder davongekommen!

Noch eine Auto-Kuriosität: Das Problem an der Sache war nur, dass VOR dem blauen Auto auch nur ca. 10 cm Platz waren – wie der beim Ausparken getan hat, hätte ich gerne gesehen …

Zum Abschluss noch die (fast) alltägliche Gastronomie-Kolumne: Es ist schon sensationell, wenn man in einer Bar, bzw. auf deren Terrasse, zum „agua sin gas“ (Preis: € 1.20,-) noch Pommes Frites und Croquetas (beides warm!) als Zugabe erhält!

Ya pasó la medianoche – hasta luego!

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