Espana ▶ Portugal

Nun ja, zwischenzeitlich heißt es Abschied nehmen von Spanien. Ein paar Tage werde ich nun in Portugal verbringen, kehre am Montag aber wieder zurück und habe geplant, in MERIDA Station zu machen.

Angefangen hat der Tag heute eher ungustiös,

… recht bald hat die Sonne aber die Oberhand gewonnen.

Ein Koffer auf Reisen …

Letzter Blick zurück über den Palmenhain auf Teile der alten Befestigungsanlagen

Am Bahnhof dann die Überraschung: Die Linie von BADAJOZ in Spanien nach ENTRONCAMENTO in Portugal (mein erster Umsteigebahnhof heute) wird von den CP (portug. Staatsbahnen) betrieben. Schaut auf den ersten Blick ja super aus …

… das war dann aber auch schon alles! Der ganze Zug bestand aus einem einzigen Waggon – sozusagen ein Omnibus auf Schienen. Schaut niedlich aus, ist auch innen von der Farbgebung her sehr erfrischend,

… die Farbe des Interieurs haben sie sogar meinem Koffer angepasst …

aber die Fahrqualität!! – Schlimm, schlimm! Man merkt einfach, dass weder die Spanier noch die Portugiesen ein wirkliches Interesse daran haben, eine vernünftige Bahnverbindung zwischen ihren beiden Ländern zu betreiben. Dabei wäre das aber so wichtig und im 21. Jhdt. wohl selbstverständlich. – So aber merkt man ununterbrochen, dass Investitionen fehlen:

Ganze zwei Stunden lang glich die vorbeiziehende Landschaft eher einer Einöde – im wahrsten Sinne des Wortes: langweilig

Immer dasselbe, Kilometer um Kilometer und dann noch im Minutentakt verfallene Gebäude, die früher einmal vermutlich eine wichtige Rolle gespielt haben.

Nach fast drei Stunden war diese Ruckel-Zuckel-Schlinger-Wackel Fahrt endlich vorbei (ich darf sie am Samstag bzw. Montag in der Gegenrichtung noch einmal genießen). Dann endlich – nach dem ersten Umsteigen – präsentierte sich die Gegend einladender. Immer wieder wurden Dörfer sichtbar, wie es sie vorher stundenlang nicht zu sehen gab. Die Landflucht ist in dieser Gegend sicherlich ein riesiges Problem, aber was sollen „die Jungen“ da auch machen, in dieser kargen, beinahe menschenleeren Gegend?

Auf eine Länge von ca. 40 Kilometern waren dann auch immer noch die großen Schäden erkennbar, welche die fürchterlichen Unwetter zu Beginn des heurigen Jahres angerichtet haben.

FIGUERA DA FOZ hat sich bei meiner Ankunft (nachdem ich insgesamt beinahe 8 Stunden unterwegs war) nicht gerade warm, dafür aber in schönem Abendlicht präsentiert (Portugal hat Mitteleuropäische Sommerzeit minus 1).

Portugiesisch kann ich noch weniger als Spanisch – also: Have a good night and sleep well!

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