Ich habe es nicht bereut: CACERES

Wenn „Renfe“ nicht will, dann halt „Alsa“ – aus welchen Gründen auch immer die spanische Eisenbahngesellschaft um 8 Uhr nach Caceres fährt, das nächste Mal aber erst um viertel nach 1 bleibt mir verborgen. Hat mir jedenfalls überhaupt nicht gepasst, deshalb hab ich gestern abends noch schnell ein Ticket bei „Alsa“ gebucht, das ist das führende spanische Busunternehmen im nationalen und internationalen Verkehr. Also, auf zum Busbahnhof, der ca. eineinhalb Kilometer von meinem Hotel entfernt liegt.

Zuerst aber noch über die 500 m lange Puente Lusitania. Ja, auch moderne Architektur kann ansprechend sein, wenn man sich nur bemüht. 1991 erbaut, verbindet sie die Altstadt mit den neuen Stadtvierteln. Selbstverständlich ist auch der Blick auf die alte römische Brücke nicht zu verachten.

Abfahrt 10:00 Uhr und schon bald danach geht fast nix mehr – ein überbreiter Schwertransport bremst uns ein …

Ich sehe meine (zeitlichen) Felle schon dahinschwimmen, aber wie durch ein Wunder sind wir pünktlich in

angekommen. Allerdings hat der Fahrer alle geplanten Zwischenhalte ausgelassen und hat ganz einfach die Autobahn genommen.

Nun aber endlich zum „Hauptteil“: Nicht umsonst ist die Altstadt von C. seit 1986 UNESCO-Weltkulturerbe. Weniger der …

… solche gibt es in Spanien viel die Schöneren. Aber alles andere drumherum ist absolut sehenswert …

Morgen wird die Schutzheilige „Virgen de la Montana“ gefeiert, sie ist deshalb heute schon in der Kirche ausgestellt …

… und hunderte Menschen kommen im Laufe des Tages um sie zu verehren:

Dieses alljährliche Fest hat heute schon mit diversen Aufführungen begonnen, wobei speziell der „Trommlerverein“ lautstark auf sich aufmerksam gemacht hat – hörens- und sehenswert!

ACTION pur!

Die haben ein richtiges Durchhaltevermögen, denn eine Stunde später habe ich sie (bzw. einen Teil davon) in der Nähe des Aufführungsplatzes wieder getroffen:

Was ist mir sonst noch in CACERES ins Auge gestochen?

Wenn wir gerade vom Schwein sprechen, SO und nicht anders gehört der richtige jamon iberico geschnitten: hauchdünn!

Wenn wir gerade bei Spezialitäten sind – regionale Produkte werden äußerst verkaufsfördernd ausgestellt:

Noch nie gesehen habe ich solche Bierführer – die Gassen in der Altstadt sind für Lieferwägen zu schmal, gute Idee! — Dann noch die „Aufstiegshilfen“ für ältere bzw. gehbehinderte oder einfach nur müde Menschen.

… ewas fürs Auge:

Von der Altstadt bis hin zum Bahnhof erstreckt sich eine kilometerlange (im wahrsten Sinne des Wortes) „Prachtstraße“, wobei der in der Mitte befindliche Raum für Gehwege, Grünflächen usw. wesentlich mehr Platz einnimmt, als die beiden Fahrbahnen links und rechts zusammen – ist nicht selbstverständlich!

Ein nettes Erlebnis noch am Bahnhof in CACERES – der Zug hatte ca. eine halbe Stunde Verspätung, Diese 5 Damen hier waren allerdings nicht mit Interrail unterwegs, wie ich mir heimlich gedacht hatte. Sie fuhren von einem Ausflug zurück in ihr Kloster nach Malaga, was eine 7-einhalb stündige Fahrt mit 2 x Umsteigen bedeutete. Weil sie sooo schön geputzte Schuhe hatte, kam ich mit einer der 5 ins Gespräch und so überbrückten wir die Wartezeit (auf englisch).

SCHNITT: Zurück in MERIDA musste ich am späten Nachmittag unbedingt noch zur Stierkampfarena hin. Ganz einfach, weil mich diese Gebäude ob ihrer Lage und Architektur beeindrucken. Was im Inneren (so wie hier kommendes Wochenende) stattfindet, ist eine andere Sache. Zum Glück laufen überall Bestrebungen, diese grausame „Tradition“ zu verbieten – vielleicht erleben wir es noch, wer weiß?

Und dann noch die letzten Stimmungsbilder aus MERIDA am frühen Abend:

Morgen gehts weiter nach PUERTOLLANO (kennt kein Mensch – ich auch nicht). Warum aber erst um 15:22 Uhr? – Fortsetzung folgt!

Buenas noches!

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