Ich habe euch in meinem gestrigen Blog geschrieben, warum ich heute aufs Dabeisein in ANDUJAR verzichtet habe. Zum guten Glück – und das zeigt die Bedeutung dieser Veranstaltung – wurde ab 09:00 Uhr live im TV berichtet. War zwar ein schwacher Trost, aber immerhin …

… habe ich das Geschehen bis kurz nach 12 Uhr mitverfolgt (die Live-Übertragung wäre bis halb 3 gegangen). Ich möchte euch ein paar Bilder uploaden mit einer jeweils kurzen Erklärung, was gerade passiert … (Wen das eher weniger interessiert, der kann gleich nach unten zum Teil 2 scrollen.)






Im folgenden Video sind solche Szenen zu sehen sowie das unheimliche Gedränge, welches den Weg der Hl. Maria begleitet:


Zum Abschluss noch ein Bild aus der vergangenen Nacht. Viele Pilger sind – mit Ruhepausen – die ganze Nacht gewandert, um die z. T. steile über 20 Kilometer lange Straße bis zur Pilgerstätte hinter sich zu bringen.

TEIL 2 – die Altstadt von JAEN
Sofort nach Beendigung meine „Fernseh-Wallfahrt“ machte ich mich auf einen vierstündigen Altstadtrundgang. Dieser Stadtteil ist ein Labyrinth aus engen und engsten Gassen, ein Auf und Ab, ein Hin und Her. Wenn mein Entfernungsmesser (ohne den Weg vom und zum Hotel) eine Strecke von über 5 Kilometer anzeigt, kann man sich vorstellen, wie ich da kreuz und quer herumgedüst bin. Aber es lauert halt hinter jeder Ecke wieder etwas Interessantes, wieder in steiles Gässchen, wieder ein unvorstellbarer Zugang zu nach wie vor bewohnten Häusern. Das schaut dann so aus:



So zwischen durch: Ich habe es kaum für möglich gehalten, aber 4 Stunden lang kein einziges deutsches oder englisches Wort zu hören, das gibts fast nicht! Das tut sooo wohl, wenn man optisch und akustisch nur die Einheimischen wahrnimmt, obwohl die Touristensaison ja langsam beginnt … Umso lustiger meine Konversation während einer Trinkpause. Die beiden (und zeitweise auch noch ein dritter) „Ureinwohner“ redeten mir ein Loch in den Bauch. Es ging um Politik, so viel habe ich mitbekommen, über die italienische Mafia und wie lange sie in ihrem Leben gearbeitet haben. Hie und da habe ich natürlich auch meinen Senf (span.: mostaza) dazugegeben, habe dabei aber nicht einmal selbst verstanden, was ich da so dahergeschwafelt habe.

Aber auch sonst gabs abgesehen von engen Gassen und lustigen Kumpanen sehr wohl einiges zu sehen:










Zum Schluss noch etwas Merkwürdiges: Ich habe gestern geschrieben, dass die Straßenbahn in JAEN 2011 im Probebetrieb war, seit dem aber nie mehr wieder gefahren ist … die für die Bahn notwendigen Signale leuchten vermutlich seit 15 Jahren sinnlos so vor sich hin …

Es gibt nichts, das es nicht gibt …
Morgen gehts schon recht früh weiter nach TOLEDO.
Buenas noches!

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