Zum Abschied von Portugal noch ein schneller Blick auf die Fliesen, die es auch an den Bahnhöfen fast überall gibt:

Es war nur ein Kurzbesuch in diesem wunderschönen und preisgünstigen Land. Leider mit der Bahn nur sehr eingeschränkt zu erkunden, weil viele Gegenden entweder überhaupt nicht erreichbar sind, oder aber nur mit sehr langwieriger Anreise.
Und wieder musste ich in so ein grünes Vehikel einsteigen

– was habe ich nur verbrochen? Gut, dieses Mal dauerte dieses hin-und-her sowie auf-und-ab lediglich eine viertel Stunde … (aufgezeichnet von R. H., nicht von KI)
… und danach durfte ich einen Blick ins Führerhäusl werfen – der Schaffner (übrigens ein anderer wie am vergangenen Samstag) meinte ganz locker: „It´s a very old train.“ Wobei das Wort „train“ (haha) schon ein bisschen weit hergeholt ist.

O. K., Thema grüner Blitz oder grüne Mamba oder wie auch immer – abgeschlossen – MERIDA war ja mein Ziel. Als Hauptstadt der autonomen Region „Extremadura“ leben hier so umgefähr 60.000 Menschen. Diese Stadt – man stelle sich vor – wurde bereits 25 v. Chr. von Kaiser Augustus gegründet. Der Vergangenheit begegnet man hier auf Schritt und Tritt aber trotzdem ist – im Gegensatz zu so vielen anderen alten iberischen Siedlungen – ein gewisser städtischer Flair zu spüren.


Während es in ELVAS, meinem vorhergehenden Aufenthaltsort, in der gesamten Stadt nur Kopfsteinpflaster gibt, findet man hier im Stadtzentrum von MARIDA auch betonierte bzw. asphaltierte Abschnitte.
Aber dafür sind hier Theater, Tempel, Brücken und Aquädukte aus der Römerzeit allgegenwärtig. Es befällt einen schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man inmitten des Amphitheaters oder Theaters steht …


… und sich vergegenwärtigt, welche Kämpfe im Ersteren vor 2000 Jahren stattgefunden haben müssen. Je nach Kampfart waren die Beteiligten damals folgendermaßen adjustiert:

Nur gut, dass diese Zeit vorbei ist.
Wie schon oft auf meiner bisherigen Reise, hatte ich auch heute riesiges Glück, was Touristenmassen anlangt, die ein Durchkommen und ein vernünftiges Fotografieren unmöglich machen. So macht Sightseeing richtig Spaß!





Ich werde sicherlich nicht Rektor der geschichtlich-dokumentarischen Fakultät an irgend einer Uni werden, aber ich muss morgen weitere Stätten historischen Handelns aufsuchen – da wird man direkt süchtig danach!
Damit ihr nicht nur Bilder von 2 Jahrtausende alten Bauwerken seht, noch ein bissl was anderes: Wenn man diese Baumreihe betrachtet, könnte man meinen, daran sei nichts Ungewöhnliches …

… nimmt man sich aber die Mühe, genauer hinzuschauen, fällt natürlich schon etwas auf:

Richtig – die schönsten Orangen wachsen mitten in der Stadt.
Dann noch die Lieblingsbeschäftigung älterer Herrschaften – heute nachmittags eingefangen in MERIDA:

Zum Abschluss noch eine Frage: Was habe ich heute zu Abend gegessen (leider war es mir trotz intensiver Suche nicht möglich, ein Tapas-Lokal aufzutreiben)? Ihr könnt ja einmal raten … (kleiner Hinweis: Es waren nicht Äpfelkiachl)

Buenas noches!

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