Die regelmäßigen Leser wissen, dass unsere Reise so geplant war, dass wir die bekannte Fronleichnamsprozession in Malaga miterleben können. Erst hier in Spanien erfuhren wir, dass sie von Donnerstag auf Sonntag verschoben wurde.
Pech gehabt, könnte man sagen, aber …. da wir am Sonntag in Granada sein würden, dachten wir, dass wir halt dort dabei sein könnten.
Pech gehabt, denn in Granada wiederum fand sie wirklich am Donnerstag statt. Aber … in Granada feiern sie die ganze Woche Fronleichnam und so konnten wir zwar nicht bei der Originalprozession dabei sein, dafür aber bei der kleineren „Abschlussprozession“ am Sonntag.
Zuerst wurde um 19:00 Uhr eine Hl. Messe zelebriert, eine Stunde später startete der Umzug. Überall entlang des Weges waren die Häuser bzw. die Balkone geschmückt:


Den Beginn des Zuges bildeten allerhand wichtige Menschen aus der Stadt, die irgendwelche Symbole und riesige Kerzen mit sich trugen.


So richtig laut wurde es dann, als der Alter mit dem Allerheiligsten obendrauf von 50 Männern aus der Kirche ins Freie getragen wurde. Die 170-köpfige Musikkapelle intonierte die spanische Nationalhymne, Menschen berührten links und rechts die Altartücher …

Überall sorgten Ordner dafür, dass alles planmäßig ablaufen kann denn die Prozession bewegte sich z. T. durch Gassen, die nicht viel breiter waren, als der mitgetragene Altar.

Nach ca. eineinhalb Stunden kehrte der gesamte Festzug wiederum in die festlich geschmückte Kathedrale zurück.


Komplett erschöpft aber überglücklich kamen die „Altarträger“ der Reihe nach unter ihrer ungeheuren Last hervor:

Auch die Musikanten, die bereits eine Stunde vor Messbeginn angefangen hatten zu musizieren, waren froh und selig, dass nun alles vorbei war.

Den krönenden Abschluss allerdings bildete ganz etwas anderes: Während des Schlusssegens (der beinahe eine Minute lang dauerte) schwebten tausende Rosenblätter von der Kuppel auf den Altar hernieder. Diese berührenden Momente konnte ich aus verständlichen Gründen leider nicht festhalten.
Sehr wohl aber den Augenblick, als sofort nach dem Auszug mehrere Frauen be-gannen, die Rosenblätter zusammenzukehren um sie an die wartende Menschenmenge zu verteilen.

Sodala, dies war bereits der 45. Blog meiner heurigen INTERRAIL-Reise. Mein nächster befasst sich mit einer eher unbekannten Stadt in Andalusien: JAEN
Hasta luego!
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